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Unser Wellness-Tag im Monte Mare Bedburg

Ein Bericht von Marc Weichert und Jessica Cremer.
Der Gutschein lag schon lange Zuhause rum und wurde von Frau Brennecke sogar noch einmal verlängert, da wir es einfach zeitlich nicht geschafft habe ihn einzulösen. Den Gutschein hatte ich bei einer Aktion auf Facebook gewonnen, nachdem eine Bekannte mich darauf aufmerksam gemacht hatte.

An einem verschneiten Samstag im Januar sollte es nun soweit sein. Ich traf mich mit meiner Bekannten auf dem großzügigen Parkplatz direkt am Monte Mare in Bedburg. Wir gingen gemeinsam in die große Halle des Eingangsbereiches, hier war schon zu sehen, das die Anlage noch nicht sehr alt zu sein schien. Man begrüßte uns sehr höflich und als ich den Gutschein vorlegte, erklärte man uns sehr ausführlich was uns den Tag über erwarten würde.

Wir gingen daraufhin in den Umkleidebereich der Sauna, der nicht wie in anderen Häusern nach Geschlechtern getrennt war. Mit dem Chip, den wir an der Rezeption erhielten, konnten wir unseren Schrank verschließen und hatten so auch ein Armband, damit der Chip nicht verloren geht. Durch die Nassbereiche, die selbstverständlich nach Geschlechtern getrennt waren, gelangten wir in das eigentliche Herz der Anlage, den großen Innenbereich. Dieser war nicht nur auf den ersten Blick sehr hell und übersichtlich, sondern zeugte von durchdachter Architektur.

In unserem Gutschein war ein Frühstücksbuffet enthalten und so beschlossen wir als erstes uns ein wenig zu stärken um den Tag in vollen Zügen genießen zu können. Es gab ein übersichtliches Buffet mit kalten und warmen Getränken, Brötchen und Croissants, Wurst und Käse, sowie Rührei und Speck. Es war für jeden Geschmack etwas vorhanden. Auch im Gastronomiebereich fiel uns die großzügige Gestaltung auf.

Nach der ersten kleinen Stärkung ging es um 10:00 Uhr zum natur-pur Aufguss in die Wassersauna. Die Sauna war nur über einen Steg zu erreichen und befand sich in der Mitte eines Sees auf Stelzen gebaut. Der erste Aufguss des Tages wurde von Simone durchgeführt. Ein Sud aus Basilikum und Himbeere ohne Zusätze wurde in drei Runde angenehm im Raum verteilt.

Der Aufbau der Außenanlagen ist, genau wie der Innenbereich, sehr weitläufig aufgebaut, wodurch man zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hat, das es nicht von Anfang an durchdacht war. Die einzelnen Saunen im Außenbereich sind gut voneinander getrennt, aber jeweils durch eine durchdachte Anlage der Wege gut zu erreichen.

Um 11:00 Uhr war der erste Wenikaufguss. Dieser aus dem russischen stammende Aufguss wird mit Birkensud und Birkenzweigen durchgeführt. Durch die ätherischen Öle der Birke ist Aufguss sehr angenehm für die Atemwege und sogar für Allergiker geeignet, da die Birkenzweige Pollenfrei waren. Auch dieser Aufguss wurde von Simone durchgeführt und der für einen Wenik-Soft sehr angenehm war. Nach dem Aufguss konnte man sich direkt vor der Gartensauna wieder mit Schnee abreiben. Durch die kühlen Außentemperaturen war der Schnee der letzten Tag noch vorhanden. Das Einreiben der Beine und Arme belebt den Körper, man muss allerdings darauf achten, wie jeder einzelne dieses verträgt.

Da das Frühstücksbuffet bis zur Mittagszeit zur Verfügung stand, konnten wir zwischen den Aufgüssen immer mal wieder etwas trinken oder noch eine Kleinigkeit essen. Ein wunderbarer Service.

An der großen Aufgusstafel an der Sauna-Theke konnte man zu jederzeit sehen, wann und wo ein Aufguss durchgeführt wurde. Der Mittagsaufguss war ein Salzaufguss in der Zeremoniensauna im Innenbereich. Nach einer ausführlichen Erklärung durch Simone was in diesem Aufguss so besonders sei, goss sie zwei Runden mit Anis-Fenchel. Wir verließen die Sauna um draußen mit Lavendelöl angereichertes Salz zu empfangen, mit dem wir uns den Körper einrieben. Dieses Peeling entfernt die alten Hautschuppen und sorgt durch das Öl für eine angenehm geschmeidige Haut. Es ging nun nochmals über zwei kürzere, aber intensivere Runde mit Anis-Fenchel in der Sauna. Auch nach dem Aufguss stand Simone mit Ihrem sympathischen Lächeln den Gästen Rede und Antwort und war für alle Fragen offen. Nach einem ausgiebigen Abduschen ging es für mich einmal durch das „Tauchbecken“, in dem man aber nicht einfach abtauchen konnte, sondern man konnte bis zum anderen Ende durchgehen.

Um etwas zur Ruhe zu kommen, zogen Jessica, meine Begleitung, und ich in den oberen Bereich der Anlage um und bezogen dort zwei Liegen, bevor es dann zu unserer Dampfbadzeremonie ging.

Das Dampfbad war im Wellness- und SPA-Bereich. Da wir nicht genau wussten was uns nun erwartete, liessen wir uns kurzerhand überraschen. Dieses kleine Dampfbad war speziell für Zeremonien. Es war ausgelegt für 2-4 Personen. Man erklärte Jessica und mir den Ablauf der Zeremonie.

Im Dampfbad gab es zuerst zwei Schalen, je eine mit Schlämmkreide und eine mit Salz. Der kleine Raum füllte sich mit Dampf, so dass man seinen Gegenüber nur noch erahnen konnte. Wir hatten eine Menge Spaß beim eincremen mit der Schlämmkreide. Dabei mussten wir an so manchen afrikanischen Stamm mit Kriegsbemalung denken. Die Schlammschicht wurde dann noch mit dem Salz verrieben, was ein zusätzliches Peeling gab. Nach zirka 10 Minuten hatte sich eine leichte Kruste auf der gebildet und wir verließen das Dampfbad zum Abduschen. Wir mussten immer noch grinsen bei dem gegenseitigen Anblick. Die Zeremonie war hier allerdings noch nicht zu Ende und während man uns einen Tee servierte, konnten wir uns noch mit einem speziellen Öl eincremen, das für uns bereitgestellt wurde. Das Öl diente dazu, die durch die Kreide ausgetrocknete Haut wieder geschmeidiger zu machen. Der Duft vom Öl war angenehm und anregend. In einer kleinen Sitzgruppe konnten wir nun den Tee zu uns nehmen und die eine oder andere Scheibe Orange die für uns bereitgelegt wurde. Die Zeremonie dauert alles in allem eine gute halbe Stunde.

Um uns nicht gleich wieder in den Trubel der Saunawelt zu stürzen, zogen wir uns in einen der zahlreichen Ruhebereiche zurück und belagerten eines der Wasserbetten, um nun auch etwas innere Ruhe zu finden. Entspannung pur.

Um 15:00 Uhr war ein Fruchtaufguss in der Gartensauna der von Nils durchgeführt wurde. Die ersten zwei Runden waren mit Ananas und die dritte Runde mit Grapefruit. Im Anschluss an den Saunagang und dem Abreiben mit Schnee, gab es an der Saunatheke kleine Fruchtspieße zur Erfrischung. Zur „Kaffeezeit“ im Gastrobereich gönnten wir uns ein Stück Käse-Sahne-Kuchen und einen
großen Milchkaffee. Wir ließen den bisherigen Tag Revue passieren.

Für 16:00 Uhr stand wieder ein Wenik-Aufguss auf der Tafel an der Saunatheke, allerdings dieses Mal in der Version „Hot“. Saunameisterin Sarah kam pünktlich mit einigen Birkenzweigen in die Gartensauna, die gut gefüllt war. Sie begann mit ihrer ersten Runde in etwa auf dem Niveau der zweiten Runde des ersten Wenik-Aufgusses, um sich dann allerdings deutlich zu steigern. Dieser Aufguss verdiente wirklich das Prädikat „Hot !“. Ein Teil der Gäste verließ schon nach Ende der zweiten Runde die Sauna oder rutschte zumindest eine Etage tiefer. Während der letzten Runde war ein ständiges raunen, stöhnen und seufzen zu hören, das von der „angenehmen“ entstandenen Hitze zeugte.

Nach der Abkühlung im Schnee, kamen wir noch mit Sarah ins Gespräch die noch einiges erklärte und ebenfalls für Fragen offen war. Dabei deutete sich auch schon ein bisschen an in welche Richtung der Überraschungsaufguss in der Feuersauna um 18:00 Uhr gehen würde.

Wir lümmelten uns in eine der Sitzgruppen, da alle Liegen belegt waren. Nachdem es draußen langsam dunkel wurde und der Saunagarten in einem sanften Licht erstrahlte, entschieden wir uns noch ein wenig in den inzwischen blau beleuchteten Außenpool zu gehen. Das Wasser dampfte und die Temperatur war sehr angenehm.
Gegen viertel vor sechs entschlossen wir uns dann in die Feuersauna zu gehen. Die Atmosphäre mit dem Kamin hier war herrlich. Der Überraschungsaufguss wurde wie zu erwarten war von Sarah durchgeführt. Bei keltischer Musik und mediterranen Kräutern im Aufguss gelang es ihr die Musik mit dem Verteilen der Wärme in Einklang zu bringen. Zum Ende der vierten Runde wurde Sarah von einem Gast rausgerufen, weil ein anderer Gast draußen Probleme mit dem Kreislauf bekam. Sie brach den Aufguss sofort, ohne viele Worte ab und kümmerte sich vorbildlich um den Gast, der relativ schnell wieder auf die Beine kam, was nicht zuletzt dem professionellen und schnellen Eingreifen zu verdanken war. Auch dieses Verhalten zeichnet ein gutes Saunaparadies aus.

Es wurde langsam Zeit etwas zu essen. Nach kurzem hin und her entschlossen wir uns für einen Fitness-Salat und einen Wellness-Salat, der eine mit Putenstreifen, der Andere mit Garnelen. Nach einem guten Essen, soll man ruhen oder etwas spazieren gehen. Wir entschlossen uns für letzteres und mussten feststellen, dass es inzwischen draußen wieder deutlich kühler geworden war.

Die Zeit bis zum Doppel-Wenik verging recht zügig. Inzwischen war es auch nicht mehr so voll, oder die anderen Gäste waren alle beim Essen. Der Doppel-Wenik ging über zweimal drei Runden. Die ersten wurden von Sarah durchgeführt, sie waren nicht so extrem wie im vorherigen Wenik-Aufguss. Nach einer kurzen Pause ging es dann mit Mara weiter, sie legte am Schluss noch einmal richtig zu bis dieses bekannte leichte brennen auf der Haut entstand. Im Anschluss gab es an der Saunatheke eine kleine Erfrischung zu trinken.

Während der nächsten Ruhephase bin ich wohl so richtig ins Land der Träume entglitten, aber rechtzeitig zum Atem-frei-Aufguss um zwanzig vor zehn war ich wieder wach. Manchmal ist eine innere Uhr eine feine Sache.

Jessica und ich beschlossen das dieses unserer letzter Aufguss sein würde und wir ihn als Abschluss des Tage nehmen. Es wurden Mentholkristalle direkt auf den Ofen gegeben. Der intensive Geruch stieg einem direkt in die Nase und sorgte für ein leichtes Kältegefühl auf der Haut. Die zusätzlichen Ätherischen Düfte des Aufgusses sorgten, trotz der hohen Temperatur von knapp 100° in der Feuersauna, für ein angenehmes Wohlbefinden beim Schwitzen. Dieser Aufguss rundete einen durch und durch angenehmen Wellnesstag im Monte Mare ab.

Selten waren 13 Stunden Wellness und Sauna so angenehm.
Im Monte Mare Bedburg kann man ohne große Anstrengungen dem Stress und Trubel des Alltages entfliehen und in eine eigene Welt eintauchen.

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