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Soweit die Füße tragen – Wieso es sich lohnt, den eigenen Füßen viel Aufmerksamkeit zu schenken

Viele Menschen behandeln ihre Füße eher stiefmütterlich und betrachten sie lediglich als Möglichkeit, die neuen Schuhe spazieren zu tragen. Dabei spielen die Füße im wahrsten Sinne eine tragende Rolle für den Körper.

byrev Pixabay © (CCO 1.0)

Die Behandlung der Füße kann Spuren am ganzen Körperbau hinterlassen – Foto: byrev Pixabay © (CCO 1.0)

Den ganzen Tag über vollbringen sie Höchstleistungen, gleichen Unebenheiten beim Gehen aus oder vollführen schnelle Sprints und Wendungen beim Sport. Gerade in den Industriestaaten leiden etwa 60 Prozent der Bevölkerungen unter Fußproblemen, obwohl der Großteil von ihnen mit kerngesunden Füßen zur Welt gekommen ist.

 Anatomie des Fußes

Der Fuß ist ein hochfunktionaler Körperteil. Insgesamt besteht er aus 26 Knochen, 22 Gelenken, 107 Bändern und 19 Muskeln, um seine Aufgabe erfüllen zu können.

 Aufbau

Jak commons.wikimedia © (CC0 1.0)

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Zu den jeweiligen Bereichen gehören folgende Knochen:

Vorfuß Mittelfuß Fußwurzel
1. Zehenglied Mittelfußknochen Kahnbein
2. Zehenglied Kleine Fußknochen Gelenkfläche Sprungbein
3. Zehenglied Fersenbein
Zehengrundgelenk

Die Bewegung des Fußes wird im Wesentlichen ermöglicht durch zwei verschiedene Muskelgruppen. Das sind zum einen die kurzen Fußmuskeln, deren Ansatz sich am Fußskelett befindet und zum anderen die langen Fußmuskeln, die in der Wade ansetzen und bis zum Fuß herunterreichen.

Das Körpergewicht wird zum Großteil getragen von der Ferse, den Großzehenballen und den Kleinzehenballen, was sich auch gut an einem Fußabdruck ablesen lässt. Das Fußgewölbe fungiert dabei als eine Art Stoßdämpfer für die Bewegung.

Funktionsweise

Neben dem Bewegungsablauf hat der Fuß auch noch weitere Funktionen. So fungiert er beispielsweise auch als Klimaanlage für den gesamten Organismus. Über die Füße lässt sich zumindest die gefühlte Körpertemperatur regulieren, wenn im Sommer beispielsweise die Füße in kühles Wasser getaucht oder im Winter mit einer Wärmflasche gewärmt werden. Wenn die Füße angenehm warm und trocken sind, wirkt sich das positiv auf das gesamte Wohlbefinden aus.

Im Fuß befinden sich unzählige Nervenden; sogar mehr als im menschlichen Gesicht. Entsprechend sensibel sind sie. Sowohl in der alternativen Medizin als auch im Wellnessbereich wird sich diese Eigenschaft zunutze gemacht, beispielsweise bei der Reflexzonenmassage. Bei dieser Massagetechnik geht es um mehr als nur die Durchblutung des Fußes. Bestimmten Bereichen an der Fußsohle wird eine Verbindung zu anderen Körperteilen und Organen nachgesagt, sodass eine Stimulierung dieser Bereiche eine positive Auswirkung auch auf das jeweilige Organ haben soll.

Da der Fuß sich am unteren Ende des Bewegungsapparates befindet, können sich Fußprobleme auf alle höher liegenden Sehnen, Bänder und Gelenke auswirken. So kann eine Fußfehlstellung beispielweise Rückenprobleme nach sich ziehen.

Schönheitsideal – der perfekte Fuß

Links ein normaler Fuß, rechts ein gebundener Lotosfuß. Foto: Haabet commons.wikimedia © (CC0 1.0)

Insbesondere im Sommer laufen viele Menschen in Sandalen, offenen Schuhen oder ganz barfuß. Natürlich soll der sichtbare Fuß genauso ästhetisch ansprechend sein wie die Hände, beispielsweise durch lackierte Nägel oder Schmuck.

Der Lotosfuß

Lange Zeit war in China der sogenannte Lotosfuß verbreitet, denn dort galten extrem kleine und keilförmige Füße bei Frauen als begehrenswert. Diese Tradition soll angeblich bis ins neunte Jahrhundert zurückgehen, doch tatsächlich verbreitete sich dieser Brauch erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts in allen Gesellschaftsschichten abseits der Bauern.

Die Prozedur war äußert schmerzhaft und wurde bereits bei Mädchen im Alter von fünf bis acht Jahren begonnen. Zunächst wurden die Füße in einem Kräuterbad weich und geschmeidig gemacht. Die Zehennägel wurden möglichst kurz geschnitten und anschließend die Füße mit Tüchern eng umwickelt, wobei die Zehen möglichst weit unter den Fuß gebunden wurden. Die Mädchen mussten anschließend möglichst viel auf den abgebundenen Füßen laufen, bis die Mittelfuß- und Zehenknochen, mit Ausnahme des großen Zehs gebrochen waren. Die gebrochenen Zehen wurden anschließend unter die Fußsohle gebunden und täglich mit enger werdenden Bandagen umwickelt, um einen spitz zulaufenden Klumpfuß zu formen. Sicheres Laufen über weitere Strecken war mit diesen Füßen nicht mehr möglich und viele Kinder starben während der Prozedur an Blutvergiftungen und Infektionen.

 Gesellschaftliche Bedeutung

Erst 1949 wurde die Praktik des Füßebindens endgültig verboten. Foto: Wdwdbot commons.wikimedia © (CC BY-SA 3.0)

Der Lotosfuß wies seine Trägerin als Frau von Stand aus. Er war Schönheitsideal und der schwankende Gang der Frauen galt als höchst erotisch, doch für Frauen aus gutem Hause war er auch Voraussetzung für eine gute Heiratsmöglichkeit. Da Bauersfrauen auf dem Feld arbeiten können mussten, war diese Praktik nur bei Höhergestellten üblich. Weil Frauen mit Lotosfüßen nur noch schlecht laufen konnten, galten sie auch als Zeichen des Wohlstands, denn Arbeiten war so unmöglich. Für die Frauen selbst bedeutete es die absolute Unterordnung, denn durch diese extreme körperliche Unterlegenheit und Unbeweglichkeit, war sie einzig ihrem Ehemann verschrieben.

Abschaffung

Die Tradition des Füße-Abbindens wurde erst 1949 mit der Gründung der Volksrepublik China von Mao Zedong endgültig verboten. Zwar gab es schon im Jahr 1911 Vorstöße in diese Richtung, doch die Praktik wurde dennoch in weiten Teilen der Bevölkerung fortgeführt. Einigen Frauen wurde nach dem Verbot die Füße als Akt der Befreiung regelrecht wieder aufgebrochen, doch die Schäden waren bereits irreparabel, sodass diese Frauen auch weiterhin unter schmerzhaft deformierten Füßen litten. Die letzten noch lebenden Frauen mit Lotosfüßen hat der Stern in diesem Beitrag portraitiert.

 Westliche Vorlieben

Auch in der westlichen Welt gibt es durchaus Schönheitsideale für den Fuß, wenn auch nicht so ausgeprägt. Bei Frauen gelten besonders schlanke und zierliche Füße als attraktiv. Die Fußform selbst ist gar nicht so relevant, dafür spielt der Pflegezustand eine große Rolle. So sollten die Nägel geschnitten und sauber sein, übermäßige Hornhaut abgetragen und Fußgeruch entgegengewirkt werden. Rissige Haut oder sichtbare Schwielen werden meist auch optisch als unangenehm empfunden. Der Fuß, insbesondere der Bereich um den Knöchel, ist auch eine beliebte Stelle für Tattoos und wird damit gern betont.

 So sitzt der Schuh richtig

Barfuß fühlt sich der Fuß am wohlsten, doch natürlich möchten die meisten in der Stadt zwischen Schmutz und eventuellen Gefahrenquellen wie Scherben ihre Füße lieber bedecken. Schuhe machen nicht nur das Outfit komplett, sie schützen auch die Füße und geben beim Sport sicheren Halt.

Laut dem Deutschen Fußreport von 2010 tragen etwa 80 Prozent der Deutschen Schuhe, die nicht zu ihren Füßen passen, heißt es bei heilpraxisnet.de. Dies kann zu schmerzhaften Langzeitschäden führen und die Muskulatur des gesamten Körpers beeinflussen.

 Die richtige Größe und Passform wählen

Schuhe sollten immer bequem sitzen und trotzdem guten Halt geben. Foto: dantetg Pixabay © (CC0 1.0)

Die richtige Schuhgröße und Passform ist für gut sitzende Schuhe essentiell. Hierbei sollten Käufer sich nicht ausschließlich auf ihr Wohlbefinden in den Schuhen verlassen, sondern am besten vorher Maß nehmen. Häufig bieten Fachgeschäfte eine professionelle Vermessung vor Ort an.

Die Maße der eigenen Füße können aber auch problemlos zu Hause genommen werden. Für die Fußlänge wird ein Maßband von der Spitze des großen Zehs bis hinunter zur Ferse angelegt. Sind beide Füße unterschiedlich lang, sollte sich am größeren Fuß orientiert werden. Die Fußweite wird an der breitesten Stelle des Ballens genommen. Hier sollte darauf geachtet werden, dass beim Messen der Fuß gleichmäßig belastet auf dem Boden steht.

Auf happy-size.de findet sich eine Übersicht darüber, welche Fußlänge und -weite welcher Schuhgröße entspricht; sowohl in englischer als auch in deutscher Bestellgröße.

Gerade Ballerinas und Pumps müssen an der Ferse gut sitzen, um einen festen Halt zu geben und die Gefahr des Umknickens zu verringern. Weiterhin müssen die Zehen stets genügend Platz haben und dürfen nicht gequetscht werden. Wanderschuhe und Stiefel müssen auch am Knöchel bequem sein und dürfen nicht scheuern.

Das passende Material

Schuhe müssen nicht nur gut passen, sondern sollten auch für ein gutes Klima an den Füßen sorgen. Entsprechend sollten luftdurchlässige Materialien wie Stoff und Leder möglichst vorgezogen werden. Grundsätzlich sollte der Fuß im Schuh weich und gepolstert liegen, es darf nichts einschneiden oder sich zu hart anfühlen.

Der richtige Zeitpunkt zum Schuhkauf

Füße schwellen im Laufe des Tages an und sind daher gegen Abend größer als am Morgen. Entsprechend sollten Schuhe je nach ihrer hauptsächlichen Tragezeit auch zum passenden Zeitpunkt gekauft werden. Schuhe, die über den Mittag und Nachmittag getragen werden, werden am besten gegen Nachmittag gekauft. Werden sie zu spät am Abend anprobiert und gekauft, könnten sie mittags zu weit sein und locker sitzen.

Schuhkauf-Zeitpunkt

Schuhe, die vorwiegend am Abend getragen werden sollen, wie schicke Pumps oder Stiefeletten, sollten am besten auch abends gekauft werden.

Beim Schuhkauf sollten die neuen Schuhe grundsätzlich etwa mindestens fünf Minuten anprobiert werden, um eventuelle Druckstellen ausfindig machen zu können. Dabei sollte möglichst in verschiedenen Geschwindigkeiten auch gelaufen werden, um das Lauf- und Tragegefühl richtig einschätzen zu können.

Anzeichen für schlecht sitzende Schuhe

Egal, wie gut die Schuhe zum Outfit passen würden, manchmal soll es einfach nicht sein. Gerade bei Schuhen sollten niemals Kompromisse beim Tragekomfort gemacht werden, denn was beim Anprobieren im Schuhgeschäft noch leicht unangenehm drückt, kann über einen ganzen Abend zur Tortur werden.

Zehen brauchen im Schuh genug Platz, um sich beim Auftreten spreizen zu können. An der Ferse dürfen Schuhe dagegen auch etwas fester sitzen, um den notwendigen Halt zu geben. Fehlt der Halt, versuchen die Füße automatisch, dies durch einen „Krallengriff“ der Zehen auszugleichen, was auf Dauer im schlimmsten Fall zu Krämpfen in den Zehen führen kann. Gerade bei niedrigen Schuhen ist es wichtig, dass der Fuß beim Gehen nicht herausrutschen kann, sonst droht Blasengefahr. Raue Nähte oder scharfe Kanten können beim Tragen unangenehme Druckstellen verursachen.

Bei Riemchensandalen sollten die Riemen im besten Fall aus Leder sein, denn Kunststoff kann in die Haut einschneiden.

Generell sollten Schmerzen in den Füßen sowie Druckstellen ernst genommen und beim nächsten Schuhkauf berücksichtigt werden.

Passende Kinderschuhe

Kinder wachsen schnell und brauchen entsprechend regelmäßig neue Schuhe. Eltern sollten hier alle drei bis vier Monate kontrollieren, ob die Füße größer geworden sind. Kinderschuhe sollten grundsätzlich flach sein; Absätze würden das gesunde Wachstum der Füße negativ beeinflussen.

Kinderschuhe sollten regelmäßig auf ihren Sitz überprüft werden.

Kinderschuhe sollten regelmäßig auf ihren Sitz überprüft werden. Foto: Pezibear Pixabay © (CC0 1.0)

Eltern sollten auch niemals darauf vertrauen, dass ihre Kinder über zu kleine Schuhe klagen. Kinderfüße sind sehr biegsam und können sich so auch zu kleinen Schuhen anpassen, ohne dass es schmerzt. Bis zu zwei Nummern dürfen Schuhe im Höchstfall zu groß sein, bei noch größeren Schuhen versucht das Kind sich mit den Zehen festzukrallen, weil der Halt fehlt.

Passende Schuhe sind am besten mit einer elastischen Sohle ausgestattet und aus atmungsaktivem Material, da Kinder naturgemäß viel rennen und in den Schuhen natürlich auch schwitzen. Auch für Kinder gilt, dass Schuhe am besten nachmittags gekauft werden. Für eine gute Entwicklung der Füße ist es gut, wenn Kinder so viel wie möglich barfuß laufen können. Dies stärkt auch die Muskulatur.

Gesundheitliche Folgen falscher Schuhe und Schuhgrößen

Wenn Schuhe nicht richtig sitzen, kann das auf lange Sicht deutliche Auswirkungen insbesondere auf den Fuß, aber auch auf den ganzen Körper haben.

 

Fehlstellungen

Übergewicht, schwere körperliche Arbeit, aber in erster Linie unpassendes Schuhwerk können zu den verschiedensten Fehlstellungen im Fuß führen, von denen einige sehr schmerzhaft sind.

Kaz Pixabay © (CC0 1.0)

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Bei einem Senkfuß ist das Fußgewölbe deutlich abgeflacht. Während bei einer normalen Fußstellung bei einem Fußabdruck nur Ferse, Zehenballen und Fußkante zu sehen sind, berührt bei einem Senkfuß beinahe die ganze Fläche den Boden. Ursache hierfür ist eine Schwäche der Muskelbänder, die insbesondere durch zu wenig Bewegung oder permanentes Tragen schwerer Lasten zustande kommt. Bei Kleinkindern ist diese Fußstellung normal; sie verwächst sich in der Regel mit zunehmender Kräftigung der Fußmuskulatur.

Die Hammerzehe wird auch Krallenzehe genannt und bezeichnet eine krallenförmige Verformung der Zehen. Am häufigsten wird diese Fehlstellung durch zu enge und kleine Schuhe mit hohem Absatz ausgelöst. Auch zu locker sitzende Schuhe können auf Dauer zu dieser Haltung führen. Die Hammerzehe selbst ist in der Regel nicht schmerzhaft, doch durch die gehobene Haltung der Zehen können diese am Schuh reiben, was die Bildung von Schwielen und Hühneraugen begünstigt.

Hallux Valgus

Der Hallux Valgus geht oft mit weiteren Beschwerden einher, wenn er unbehandelt bleibt. Foto: BruceBlaus commons.wikimedia © (CC BY-SA 3.0)

Bei einer Reiterzehe rutscht ein Zeh über die weiteren und ist im schlimmsten Fall dabei noch verdreht. Die Ursache kann nicht nur ein Bruch der Zehen sein, sondern auch ein Spreizfuß, bei dem die Zehen zusammengeschoben werden. Durch eine Reiterzehe kommt es oft auch zu einer Haut- und Nagelveränderung des darunterliegenden Zehs.

Der Hallux Valgus ist die am häufigsten vorkommende Zehenfehlstellung. Hierbei ist der große Zeh im Gelenk nach außen verdreht, sodass die Zehe selbst weiter nach innen zeigt. Hierdurch kommt es auf lange Sicht zu einer falschen Belastung des Fußes, was zu einer Arthrose führen kann. Häufig ist diese Fehlstellung angeboren, doch sie kann auch durch zu enges Schuhwerk ausgelöst werden.

Als Fersensporn wird ein verknöcherter Auswuchs an der Ferse bezeichnet. Er kommt zustande, wenn der Fuß dauerhaft falsch belastet wird, beispielsweise durch extremes Übergewicht, Berufe mit viel Tätigkeit im Stehen oder Laufen, doch er kann sich auch mit dem Alter bilden, wenn die Bänder und Muskulatur des Fußes erschlaffen.

Der Plattfuß ist eine gesteigerte Form des Senkfußes. Er kann angeboren sein oder im Laufe des Lebens durch eine zu schwache Fußmuskulatur erworben werden. Ein Plattfuß verursacht häufig Schmerzen nicht nur im Fuß, sondern auch in den Knien, Oberschenkeln und im Rücken.

Der Spreizfuß ist eine Grundvoraussetzung vieler weiterer Fehlstellungen. Hierbei weichen die Knochen des Mittelfußes auseinander, was meist eine keilförmige Stellung der Zehen mit sich bringt. Er kommt insbesondere durch falsches Schuhwerk zustande, bei dem die Zehen zu wenig Platz haben.

Schwielen

Schwielen an den Füßen entstehen meist durch zu viel punktuellen Druck auf eine Stelle. Die betroffene Stelle verhornt und ist an sich eher ein kosmetisches Problem als ein gesundheitliches. Dennoch sind Schwielen häufig trocken und rissig, womit sie anfällig für Bakterien und Infektionen sind.

Hühneraugen

Hühneraugen gehören zu den häufigsten Beschwerden bei falschem Schuhwerk.

Hühneraugen gehören zu den häufigsten Beschwerden bei falschem Schuhwerk. Foto: Marionette commons.wikimedia © (CC BY-SA 3.0)

Hühneraugen sind den Schwielen sehr ähnlich, weisen im Gegensatz zu herkömmlichen Schwielen aber in der Regel noch einen Sporn auf. Dieser Sporn kann sehr tief in die Haut reichen und bei vermehrtem Druck schmerzen. Meist entstehen sie auf den Zehengelenken durch zu viel Druck, wie hier nachgelesen werden kann.

Blasen

Die typischen flüssigkeitsgefüllten Blasen an der Ferse oder an der Zehenpartie entstehen aus einem Zusammenspiel von feuchter Haut und zu starkem Druck, beziehungsweise Reibung. Schuhe mit zu wenig Polsterung, mit Schweiß vollgesaugte Socken oder Stofffalten können der Auslöser sein.

Verkürzung von Sehnen und Muskeln

Wer sehr häufig Schuhe mit einem hohen Absatz trägt, kann eventuell irgendwann nicht mehr schmerzfrei ohne Absätze laufen. In einem solchen Fall können sich die Achillessehnen verdicken, wodurch sie unflexibler werden, und Wadenmuskeln spürbar verkürzen.

Rückenschmerzen

Insbesondere bei hohen Schuhen muss die Wirbelsäule eine erhebliche Ausgleichsarbeit leisten, um den Gang stabilisieren zu können. Die natürliche Abrollbewegung wird gehemmt, was zu einer Fehlhaltung führt. Die erhöhte Belastung kann auf Dauer insbesondere im Lendenbereich zu Schmerzen führen.

Fußpflege

Um den eigenen Füßen dauerhaft etwas Gutes zu tun, ist das passende Schuhwerk nur ein Anfang. Eine regelmäßige Fußpflege beugt Problemen vor und steigert das allgemeine Wohlbefinden.

Fußbäder sind eine optimale Vorbereitung für weitere Pflege. Foto: graceie Pixabay © (CC0 1.0)

Fußbäder sind eine optimale Vorbereitung für weitere Pflege. Foto: graceie Pixabay © (CC0 1.0)

Zu lange Fußnägel können im Schuh anstoßen und so Schmerzen verursachen. Daher sollten Zehennägel immer mit der Zehkuppe abschließen und gerade abgeschnitten werden. Dennoch sollte genügend Platz zum Nagelbett bleiben, damit der Nagel nicht einwächst. Hornhaut ist ein natürlicher Schutz des Fußes; zu viel davon kann allerdings Druckstellen verursachen und ist auch einfach kein schöner Anblick. Für die Entfernung sollten nur sanfte Methoden wie etwa ein Bimsstein verwendet werden. Wer trockene und rissige Hornhaut hat, sollte diese mit einer speziellen Pflegecreme behandeln.

Um die Füße optimal auf die Pflege vorzubereiten, sollte der Behandlung ein entspannendes Fußbad mit Kamille vorweggehen. Fußbäder mit Schwarztee oder Bullrichsalz helfen auch gut gegen Schweißfüße, was wiederum Fuß- und Nagelpilz vorbeugt. Weitere Mittel gegen Schweißfüße finden sich bei ratgebermagazine.de.

Regelmäßige Massagen entspannen Muskeln und Sehnen im Fuß und verbessern das eigene Wohlgefühl.

Die Füße sind eine wichtige Säule des Wohlbefindens und sollten mit entsprechender Aufmerksamkeit bedacht werden. Schlecht sitzende Schuhe und zu wenig Pflege können auf Dauer zu Langzeitschäden wie Fehlstellungen und damit einhergehenden Schmerzen führen.

Kommentare

  • 23. Dezember 2016

    bigman

    Der Hallux Valgus war bei mir auch, als ich Jungendliche war. Früher sind keine viele Auswahl an breiten Schuhen da. Meine gute Schuhe waren einige handgemacht. Gekaufte Schuhe waren meistens zu eng.
    Nun ist Schuhauswahl viel. Ich trage gerne Trekkingschuhen, da die breit, fest und angenehm sind.


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