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Rückenschmerzen wirkungsvoll vorbeugen

Wer schon einmal unter Rückenbeschwerden litt, weiß Schmerzfreiheit zu schätzen. Rückenschmerzen sind heutzutage ein typisches Volksleiden und sehr weit verbreitet. In den meisten Fällen sind sie das Ergebnis unseres Lebenswandels: zu viel Sitzen, zu einseitige Belastung, zu wenig Bewegung. Das Gute daran ist: verändert man seine Gewohnheiten, verschwinden oft auch die Beschwerden.

Kennt Ihr das? Morgens beim Aufstehen ist erst mal alles fest – der untere Rücken schmerzt ein wenig (oder auch mal mehr) und es dauert erst eine kleine Weile, bis alles einigermaßen locker ist und man nicht mehr spürt, dass man einen Rücken hat. Das klassische Pendent dazu ist der verspannte Nacken, der sich während eines stressigen Tags im Büro – natürlich so gut wie ausschließlich in sitzender Haltung am Schreibtisch – immer mehr zusammenzieht. Die verspannte Hals- und/oder Lendenwirbelsäule sind höchst typische Beschwerdebilder.

Daniel Reiß, Sportwissenschaftler und Leiter der Trainingsfläche des exklusiven Fitnessstudios la vida SPORTS  im monte mare Andernach, bestätigt diesen Eindruck: „Auch wenn viele Menschen nicht gleich an der Bandscheibe operiert worden sind, Beschwerden am oberen und unteren Rücken sind extrem weit verbreitet. Ich schätze, dass 80 bis 90 % unserer Gäste diese Beschwerden aus eigener Erfahrung kennen.“

Dabei sind die muskulären Verspannungen und Verkürzungen nur eine Reaktion des Körpers auf unseren Alltag. „Der Körper reagiert auf die Anforderungen, die wir an ihn stellen“, so Reiß. So ist es nur logisch, dass sich die Lendenwirbelsäule häufig bei Menschen meldet, die sehr viel sitzen: Durch das Sitzen wird ein einseitiger, statischer Druck auf die Lendenwirbel ausgeübt, das schadet den Bandscheiben und der Flexibilität der ganzen Körperregion. Bewegt man sich zusätzlich noch zu wenig, degeneriert auch noch die Muskulatur. Alles zusammen ergibt einen schmerzhaften Cocktail, der uns mittel- und langfristig belastet. So ist in den Augen von Sportwissenschaftler Reiß Bewegungsmangel Ursache Nummer Eins für Rückenschmerzen. Doch das hat auch etwas Gutes: „Gefahr erkannt, Gefahr gebannt: wer sich regelmäßig bewegt und Ausgleich zu einem oft für den Körper viel zu passiven Alltag schafft, kann seine Beschwerden wieder in den Griff bekommen.“

So empfiehlt Reiß, mindestens zwei Mal pro Woche körperlich aktiv zu sein. Damit ist nicht gemeint, Hunderte Kilos Gewicht zu stemmen oder gleich einen Marathon zu laufen. „Es reichen anfangs oft schon 20 bis 30 Minuten moderates und vor allem individuelles Training.“ Vor allem auf Individualität legt man im monte mare Andernach viel Wert: bei la vida SPORTS wird ein ganzheitliches Gesundheitsprogramm verfolgt, das darum umso nachhaltiger wirkt. „Hier geht es nicht um Leistung, sondern um Gesundheit. Ein moderater Trainingsbeginn, insbesondere nach längerer Pause, ist unbedingt erforderlich.“

Sich im eigenen Tempo und angepasst an die vorhandene Fitness regelmäßig zu bewegen bringt wieder Flexibilität und Beweglichkeit in den Körper, denn Muskelkraft allein ist nur die halbe Miete. Natürlich wird dabei auch die Muskulatur gestärkt, das sorgt für Stabilität und letztendlich Belastungsfähigkeit im Alltag. Bei Bandscheibenvorfällen spielen häufig all diese Faktoren eine Rolle, wie in einer Kettenreaktion: „Es kommen meist mehrere Defizite zusammen“, so Reiß. „Häufig passieren sie in Situationen wie diesen: Man hebt etwas Schweres aus den Armen heraus – also nicht rückengerecht – ruckartig hoch. Gleichzeitig ist die Muskulatur aufgrund von Bewegungsmangel zu schwach, um dem Druck standzuhalten. Die Belastung wird zu groß und die Bandscheibe rutscht ganz oder teilweise heraus.“

Diesem Horror-Szenario kann man vorbeugen. Am besten bereits dann, wenn sich noch keine oder nur geringe Beschwerden zeigen. Dass Rückenschmerzen als Alltagserscheinung und „normal“ wahrgenommen werden, zeigt, wie wichtig es ist, selbst aktiv das Thema Rückengesundheit anzupacken. Dabei setzen Reiß und sein Team gezielt auf eine ganzheitliche Herangehensweise nach dem Salutogenese-Modell, das Gesundheit nicht als Zustand, sondern als Prozess versteht: So gehört zum gesunden Rücken konsequenterweise ein ausgeglichener und flexibler Körper insgesamt, der ausreichend bewegt wird und zu seinem „Recht“ kommt – und zwar auf der ganzen Linie.

Nicht nur körperliche Befindlichkeiten, auch ein sinnvolles Zusammenspiel zwischen Anspannung und Entspannung, Aktivität und Ruhe sind Teil des Ganzen. Bei la vida SPORTS sieht das konkret so aus: Nach einem individuell ausgearbeiteten Workout im Fitnessbereich oder einer Stunde Yoga, Pilates, Zumba, Rückenschule oder Aquagymnastik können sich Körper und Geist in der Sauna regenerieren oder bei einer Wellness-Massage entspannen und loslassen. „Aktives Entspannen“ ist die Devise – und das auf der ganzen Linie: Körper, Geist und Seele.

So mancher Wiedereinsteiger befürchtet ein anfängliches Motivationsproblem. Daniel Reiß hat für diejenigen genau die richtige Zahl parat: „Das menschliche Gehirn braucht sechs Wochen, um eine Aktivität als Gewohnheit abzuspeichern. Wer anfangs also ein wenig Konsequenz zeigt und sich das eine oder andere Mal vielleicht auch ein bisschen überwindet, hat es schon bald geschafft.“ Als Motivationskick kann auch helfen, schon nach einigen Trainingseinheiten die wohltuende Wirkung der Bewegung am eigenen Leib zu spüren und sich rundum besser zu fühlen. Ab diesem Punkt entsteht dann eine gewisse Eigendynamik. Und Dynamik ist schließlich genau das, was unser moderner Rücken endlich wieder braucht …

Bewegung gefällig?

Wenn auch Ihr mehr Dynamik und Gesundheit wünscht, informieren wir Euch gerne über das integrierte SPORTS-Angebot.

Kommentare

  • 11. Januar 2019

    Andreas

    Der Artikel war sehr interessant. Rückenschmerzen können verschiedene Ursachen haben und erfordern deswegen unterschiedliche Therapieansätze. Die klinische und neurologische Untersuchung ist eine Voraussetzung für die weiteren Maßnahmen, weil man zunächst verstehen muss, woher die Schmerzen kommen.

  • Pingback: Schmerzfrei durch Osteopathie | Aktuell im monte mare Blog

  • 4. Juli 2013

    Hans Jürgen

    Die wichtige Erkenntnis steht im Satz 4. Sollte fett hervorgehoben werden. Viele meinen mit einer Massage der Rückenschmerzen Herr zu werden. Leider stellt man dann fest, nach der Massage ist vor der Massage. Wenn man die Ursachen nicht ändert, die Zwangshaltung, bleiben auch die Rückenschmerzen. Mit Bewegung jeder Art kann man viele Zivilisationsprobleme lösen oder vermeiden. Man muss es nur tun.

  • 31. Mai 2013

    Peter

    Auch wir machen die Erfahrung, dass mit der richtigen Vorbeugung, Rückenprobleme gar nicht erst auftreten bzw. Personen mit Rückenproblemen kaum oder keine der Vorbeugungsmaßnahmen ergriffen haben. Danke für den informativen Artikel.

  • 13. Mai 2013

    Rohit

    Vielen Dank für diesen tollen Artikel. In meiner Praxis habe ich viele Patienten mit Rückenproblemen. Meine Erfahrungen zeigen mir auch, dass mit mehr Bewegung und gezieltem Training viel zu machen ist. Wenn das Training aber seine Wirkung nicht zeigt, kommt zusätzlich eine Osteopathie Behandlung zum Einsatz.

  • 21. März 2013

    Daniel

    Danke für den informativen Betrag zu dem leidigen Thema Rückenschmerzen. Ich denkt, dass sich Rückentraining langfristig hier auf alle Fälle bezahlt machen würde. Es gibt nichts schlimmeres als Rückenschmerzen, die dazu führen, dass man kaum mehr arbeiten kann…


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