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Lebenselixier Wasser

Wasser ist im wahrsten Sinne des Wortes unser Lebenselixier. Denn der Mensch kann zwar ohne Nahrung mehrere Wochen überleben, ohne Wasser jedoch geht ihm nach nur wenigen Tagen wortwörtlich der Saft aus. Das liegt daran, dass wir zu 60 bis 70 Prozent aus dem flüssigen Element bestehen und durchschnittlich jeden Tag  2,6 Liter davon verlieren: 1,4 Liter über Blase, 0,2 Liter über den Darm und immerhin einen Liter beim Atmen und Schwitzen.

Klar, dass das wieder nachgetankt werden muss. Allerdings ist nicht jedes Getränk gleichermaßen zum Rehydrieren geeignet. Vor allem auf den Verzehr süßer Limonaden, Cola- oder Fruchtsaftgetränke sollte verzichtet werden. Diese schmecken zwar lecker, fördern aber aufgrund ihres Zuckergehalts die Entwicklung von Karies und Übergewicht – besonders schlecht für Kinder. Die beste Möglichkeit ist und bleibt daher Wasser. Eine Tatsache, auf die sich glücklicherweise immer mehr Menschen zurückbesinnen. So stieg der Mineralwasserverbrauch pro Kopf und Jahr, laut dem Verband Deutscher Mineralbrunnen, in den letzten 40 Jahren erheblich. Nämlich von 12,5 (1970) auf rund 131 Liter (2010).

Kein Wunder, dass sich darum auch einiges am Angebot geändert hat. Denn Wasser ist heute nicht mehr „nur“ Wasser. Die Palette ist kaum noch zu überschauen. So haben die Konsumenten die Wahl zwischen profanem Leitungswasser, Mineralwasser mit oder ohne Kohlensäure (in nitratarm, natrium-, calcium- oder magnesiumangereichert), Quellwasser, Heilwasser, Tafelwasser und levitiertem Wasser. Nicht zu vergessen die vielen Edelwässerchen, bei denen eine Flasche schon mal gut und gerne 45 Euro kosten kann.

Wasser trinkenAuswahlkriterien
Doch worauf kommt es bei einem guten Wasser an? Zum einen sollten möglichst wenig Schwermetalle und Arsen enthalten sein. Tatsächlich lässt sich der Gehalt dieser unerwünschten Komponenten nicht zu 100% vermeiden. Und zum anderen, und das ist mindestens genauso wichtig, sollen dem Körper mit dem Wasser auch Mineralien zugeführt werden: Natrium, Kalium, Chlorid und Magnesium. Wenn dann noch der Geschmack dem persönlichen Gusto entspricht, ist alles perfekt.
Apropos Geschmack: Wer besonders empfindliche Geschmacksknospen besitzt, sollte sich die Untersuchung von Stiftung Warentest (08/2008) zum Thema Mineralwasser in PET-Flaschen zu Gemüte führen. Diese attestierte vor allem den Wassersorten der Discounterketten ein unverwechselbares Acetaldehyd-Aroma.

Im Hinblick auf Mineralstoffmengen schnitten die etwas teureren Klassiker nicht wirklich besser ab als die günstigeren Mitbewerber. Es lohnt sich offenbar nicht unbedingt, beim Wasser ein wenig mehr auszugeben. Und ob es sogar die so genannten Edelwasser zu utopischen Preisen sein müssen, sei jedem selbst überlassen.

Wo liegt eigentlich der Unterschied?

Natürliches Mineralwasser wird genau wie Heil- und Quellwasser aus unterirdischen Wasservorkommen gewonnen und am Quellort abgefüllt. Darüber hinaus ist es von ursprünglicher Reinheit, ernährungsphysiologisch wirksam und besitzt einen natürlichen Gehalt an Mineralien.

Natürliches Heilwasser verspricht aufgrund seiner charakteristischen Mineralstoffe und Spurenelemente eine allgemein heilende, lindernde und vorbeugende Wirkung.

Quellwasser entspricht in Herkunft und Abfüllung den oben genannten Wassersorten. Es muss aber im Gegensatz dazu weder amtlich anerkannt noch von ursprünglicher Reinheit sein, es genügen Trinkwasserkriterien.

Tafelwasser kann je nach Hersteller aus Trink- oder Mineralwasser hergestellt sein. Außerdem dürfen dem Wasser nach Belieben Mineralsalze, Meerwasser oder Kohlensäure zugesetzt werden. Genau wie Quellwasser braucht es keine amtliche Anerkennung. Es darf überall hergestellt und abgefüllt werden.

Levitiertes Wasser: Hier spielt mehr Glauben als Wissen ein wichtige Rolle. Kerngedanke ist dabei, dass das Wasser durch die Gewinnung und Verarbeitung seine ursprüngliche „Lebendigkeit“ verloren haben soll. Darum wird es in einem Gefäß von einem Rotor beschleunigt und in eine bestimmte Strömungslinie gebracht, um es „wiederzubeleben“. Ein positiver Einfluss auf die menschliche Gesundheit konnte bislang nicht wissenschaftlich belegt werden.

Edelwasser: Sie werden meist an besonders ausgefallen Orten gewonnen, etwa unter norwegischen Gletschern, aus 1000 Meter tief gelegenen Unterwasserquellen vor Hawaii oder im vulkanischen Hochland der Fiji-Inseln. Hinzu kommen extravagante Flaschen, gestaltet von Calvin Klein oder besetzt mit Swarowskikristallen – scheinbar, um die horrenden Preise zu rechtfertigen. Diese liegen bei der Firma Bling bei rund 75 Euro pro Flasche. Noch teurer war bis vor kurzem das „Rokko No Oishii Mizu“ im Berliner Hotel Adlon. Das verkaufte einen Liter des japanischen Mineralwassers für stolze 124 Euro pro Liter. In Japan kosten laut Japan Times online zwei Liter gerade einmal 140 Yen, umgerechnet 1,12 Euro.

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