Wintergemüse: Vielseitig, gesund, unterschätzt

Heimische Gemüsesorten sind wahre Kraftpakete für unsere Gesundheit und vielseitig verwendbar.

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Heimische Gemüsesorten

Heimische Gemüsesorten sind wahre Kraftpakete für unsere Gesundheit und vielseitig verwendbar. Zum typischen Wintergemüse zählen vor allem Kohl- und Wurzelgemüsesorten. Doch auch einige Salatarten haben zwischen Oktober und März Saison, zum Beispiel Chicorée, Radicchio und Feldsalat. Wintergemüse ist reich an Geschmack und Nährstoffen und eine ausgezeichnete Möglichkeit, sich in den Wintermonaten gesund und ausgewogen zu ernähren.

Grünkohl

Grünkohl, auch bekannt als "Kale", ist ein echter Superstar unter den Wintergemüsen. Er ist besonders reich an Vitaminen und Mineralstoffen, darunter Vitamin K, Vitamin A, Kalzium und Eisen. Grünkohl eignet sich hervorragend für Salate, Suppen oder Smoothies.

Kürbis

Kürbis ist ein vielseitiges Herbst- und Wintergemüse, das sich hervorragend für Suppen, Eintöpfe, Aufläufe und sogar Desserts eignet. Das kalorienarme Fruchtgemüse versorgt uns mit Vitaminen und Mineralstoffen, wie Beta-Carotin, Magnesium, Phosphor, Eisen, Zink und Selen.

Rote Beete

Rote Beete ist nicht nur gesund, sondern verleiht Gerichten auch eine kräftige Farbe und einen erdigen Geschmack. Sie enthält viel Vitamin C, Eisen und Antioxidantien, die die Herzgesundheit fördern können.

Wirsing

Wirsing überzeugt durch einen angenehm milden Geschmack und wertvolle Inhaltsstoffe. Eine große Portion des Gemüses deckt den Vitamin-C-Tagesbedarf eines erwachsenen Menschen. Auch Folsäure und Kalium sind in größeren Mengen vorhanden. Die Senföle wirken viren- und bakterienhemmend.

Mangold

Mangold ist ein vielseitiges Wintergemüse, das zur Familie der Rüben gehört. Seine Blätter sind zart und nährstoffreich, und beinhalten viel Vitamin K, Vitamin A, Folsäure und Ballaststoffe. Die bunten Stiele des Mangolds verleihen Gerichten eine attraktive Farbe und können sowohl gedünstet als auch in Salaten genossen werden.

Feldsalat

Feldsalat trotzt dem Frost und ist zudem einer der nährstoffreichsten Salatsorten. Neben Carotin, Vitamin C, Provitamin A und Folsäure enthält er Eisen, das wichtig für den Sauerstofftransport im Körper ist.

Schwarzwurzeln

Schwarzwurzeln werden auch als Winterspargel bezeichnet. Das feine Gemüse ist ballaststoffreich und gut verdaulich. Die Stangen schmecken fein nussig und können wie Spargel geschält werden.

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Karibische Kokos-Kürbissuppe

Ihr mögt keine Kürbissuppe? Dann habt Ihr noch nicht unsere karibische Kokos-Kürbissuppe probiert. Exotische Aromen kombiniert zu einer herrlich-cremigen und wärmenden Suppe – einfach köstlich. Und das Beste: Sie ist schnell gemacht!

Ihr benötigt für 5-6 Portionen:

  • Hokkaido-Kürbis, ca. 1 kg
  • 400ml Kokosmilch
  • 500ml Gemüsebrühe
  • 1 Dose gehackte Tomaten (400g)
  • 100ml Sahne
  • 1 große Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 getrocknete Chili
  • frischen Ingwer, je nach Geschmack ein 1-2 cm großes Stück
  • 1 Limette
  • Butter
  • Safranfäden
  • Creme fraiche
  • Granatapfelkerne
  • Salz, Pfeffer, Zucker

Zubereitung:

Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer schälen und gemeinsam mit der getrockneten Chilischote fein hacken. In etwas Butter andünsten. Gemüsebrühe, Kokosmilch, gehackte Tomaten und 4-6 Safranfäden hinzufügen und aufkochen. Hokkaido-Kürbis in kleine Stücke schneiden, hinzugeben und ca. 15-20 Minuten köcheln lassen, dann alles fein pürieren. Sahne und 1-2 TL Limettensaft hinzufügen, nochmals aufmixen und mit Salz, (Cayenne-)Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken.

Mit etwas Creme fraiche und ein paar Granatapfelkernen anrichten.

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Schwarzwurzeln mit Petersilienkartoffeln

Für Kay Jung, Küchenchef im monte mare in Kaiserslautern, dürfen im Winter Schwarzwurzeln auf dem Teller nicht fehlen. Er bereitet den "Spargel des Winters" gerne klassisch zu.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 500 g Kartoffeln
  • Salz
  • 500 g Schwarzwurzeln
  • 3 EL Zitronensaft
  • 30 g Butter
  • ½ Bund Petersilie
  • Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Kartoffeln schälen, waschen und etwa 20 Minuten in Salzwasser kochen, bis sie gar sind. Schwarzwurzeln putzen, waschen, (mit Handschuhen) schälen, sofort in Wasser mit 2 EL Zitronensaft legen, damit sie nicht anlaufenn. Schwarzwurzeln dann in Stücke schneiden und wieder in das Zitronenwasser legen.

Etwa 1 l Wasser zum Kochen bringen, salzen, restlichen Zitronensaft hineingeben und abgegossene Schwarzwurzeln für etwa 10 Minuten darin bei mittlerer Hitze kochen, dann abgießen.

Butter in einer Pfanne zerlassen. Petersilie waschen, trocken schütteln und Blätter fein hacken. Kartoffeln abgießen, ausdampfen lassen und in der Petersilie wenden.

Kartoffeln mit Schwarzwurzeln auf Teller anrichten, mit Pfeffer und Salz würzen und mit der zerlassenen Butter begießen.

Unser Tipp: 
Geschälte Schwarzwurzeln unbedingt sofort in Wasser mit Zitronensaft oder Essig geben, da diese sonst rötlich anlaufen. Mit Zitronensaft lassen sich durch austretenden Milchsaft verursachte braune Flecken an den Händen entfernen. Aber besser ist es, Handschuhe anzuziehen.

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Rosenkohl

Kay Jung aus dem monte mare in Kaiserslautern empfiehlt diese einfachen und schnell zubereiteten Rosenkohl-gerichte als deftige Seelenwärmer.

Rosenkohl-Hack-Pfanne

Zutaten für 4 Personen:

  • 600 g Rosenkohl
  • 2 Zwiebeln
  • 4 El Öl
  • 300 g Hackfleisch
  • 200 ml Fleischbrühe
  • 400 ml Schlagsahne
  • 2 TL Kümmel
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Den Rosenkohl putzen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Zwiebeln in feine Würfel schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen und das Hackfleisch in groben Stücken darin goldbraun anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Herausnehmen und beiseite stellen. Den Rosenkohl im Bratfett bei mittlerer Hitze ca. 5 min. hellbraun braten. Mit Salz, Pfeffer und Kümmel würzen. Zwiebeln dazugeben und kurz mitbraten. Brühe und Sahne dazu gießen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zugedeckt ca. 6-8 min. bei kleiner Hitze köcheln lassen. Das Hackfleisch dazugeben und alles zusammen nochmals 1-2 min. ohne Deckel köcheln lassen. In einem Pfännchen oder tiefem Teller anrichten. Dazu empfehlen wir Kartoffelstampf oder Salzkartoffeln.

Grünkohl-Chorizo-Tagliatelle

Zutaten für 4 Personen:

  • 500 g Grünkohl
  • 400 g Tagliatelle
  • 160 g Chorizo in Scheiben
  • 100 g Soft-Aprikosen (getrocknet)
  • 6 El Olivenöl
  • 200 g Parmesan
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Einen Topf mit gesalzenem Wasser zum Kochen bringen. In der Zwischenzeit den Grünkohl waschen, gut abtropfen lassen und in kleine Stücke zupfen. Den Grünkohl zusammen mit den Tagliatelle kochen, bis die Nudeln al dente sind. Inzwischen die Chorizoscheiben vierteln und im Öl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze anbraten. Aprikosen in Streifen schneiden und zur Chorizo geben. Bei kleiner Hitze warmhalten. Nudeln abgießen, dabei ca. 50 ml Nudelwasser auffangen. Alles zur Chorizo geben. 100g Parmesan und das Nudelwasser beifügen gut vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen. In einem Pastateller anrichten und mit Parmesan bestreuen.

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Kürbis-Dessert

Kürbis kennen wir als typisches Herbstgemüse und in allerhand deftigen Variationen. Doch habt Ihr auch schon mal ein Kürbis-Dessert ausprobiert? Dirk Bierbrauer, Küchenchef im monte mare in Andernach hat uns das Rezept für eine leckere Nachspeise mit der orangenen Wunderwaffe verraten.

Ihr benötigt:

  • 1 kleinen Hokkaidokürbis
  • 1 Orange
  • 2 TL Zimt
  • 250 g Magerquark
  • 4 EL Milch
  • 1-2 EL Honig je nach Geschmack

Für das Topping:

  • 2 frische Feigen
  • 80 g Walnüsse
  • 1 EL Honig oder Ahornsirup

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 Grad Celsius (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Den Hokkaidokürbis halbieren und mit der Schnittfläche nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Auf mittlerer Schiene etwa 45 Minuten backen.

Kürbis etwas abkühlen lassen, das Kerngehäuse entfernen und in grobe Stücke schneiden. Orange auspressen und die Kürbisstücke mit etwas Orangensaft (ca. 5-6 EL) fein pürieren und mit Zimt abschmecken.

Magerquark mit Milch und Honig glattrühren. Feigen vierteln, Walnüsse grob hacken. Nüsse in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze rösten, Honig hinzugeben und karamellisieren lassen.

Quarkmasse auf 4 Dessertgläser verteilen, das Kürbispüree darauf geben und mit den karamellisierten Nüssen sowie Feigen-Vierteln garnieren.

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Feldsalat mit Birnen und Pinienkernen

Ein richtig herbstlicher Salat ist der Mausohr-Salat, wir wir ihn als Kinder genannt haben. Knackig und nussig im Aroma wird der Feldsalat in Kombination mit Birnen, Pinienkernen und Parmesan zu einem Highlight auf dem Teller.

Damit es nicht zwischen den Zähnen knirscht, solltet Ihr den Feldsalat zuerst einmal gründlich putzen. Schneidet dann (nicht zu weiche) Birnen in schmale Streifen oder raspelt sie fein. Die Pinienkerne röstet Ihr in einer Pfanne ohne Fett an und lasst sie abkühlen. Zum Schluss hobelt Ihr Parmesan. Das alles richtet Ihr gemeinsam mit einem Dressing aus Olivenöl, einem fruchtigen Balsamico-Essig (z.B. Feige oder Cranberry), Honig, Salz und Pfeffer an. 

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Rote Bete mit Walnüssen und Feta

Rote Bete mag man oder eben nicht. Richtig? Falsch! Auch wer kein Fan von klassisch zubereiteter Roter Bete ist, sollte dieses einfache, aber köstliche Rezept ausprobieren.

Ihr benötigt:

  • Rote Bete (ungekocht)
  • Feta
  • Walnüsse
  • Knoblauch
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Heizt den Ofen auf 180 Grad Umluft vor. Jetzt Knoblauch fein hacken. Rote Bete schälen und in circa 1 cm dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben in einer Auflaufform schichten, mit ausreichend Olivenöl beträufeln und den fein gehackten Knoblauch darüber streuen. Abschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken. Alles für ca. 25 Minuten backen. Auflaufform herausnehmen, Feta über den Auflauf bröseln und für weitere 10 Minuten in den Ofen schieben. Anschließend gehackte Walnüsse darüberstreuen und noch warm genießen.