| Sport und Fitness |

Nordic Walking

Man sieht sie überall, in den Parks deutscher Großstädte, auf den Waldwegen ländlicher Gegenden, aber auch auf Sportplätzen: die Nordic Walker. Der aus den nordischen Ländern stammende Volkssport Nordic Walking wurde als Sommersport und Skilanglauf-Ersatz für Top-Athleten eingeführt, hat sich in den zurückliegenden zehn Jahren aber auch in Deutschland etabliert. Schmunzelte man einst noch über stockschwingende Freizeitsportler, die ihren „Kaffeeplausch“ vom Wohnzimmer auf die Wanderwege verlegten, prägen die Nordic Walker mittlerweile das Bild in Deutschlands Parkanlagen und Wäldern.

Doch es reicht nicht allein aus, sich ein paar x-beliebige Stöcke zu greifen und seine Schuhe zu schnüren. “Da steckt weit mehr dahinter“, erklärt Kristina Isabel Doll, Geschäftsführerin vom integrierten Fitnessstudio la vida SPORTS im monte mare Andernach. “Die Technik ist nicht einfach. So müssen nicht nur die Schrittfolge und die Schrittlänge stimmen, auch der Armeinsatz ist von entscheidender Bedeutung.” Deshalb rät sie dazu, Nordic Walking in der Gruppe und mit einem ausgebildeten Trainer zu erlernen und auszuüben. “Es ist wichtig, dass ständig jemand auf die Technik achtet. Oft ist es so, dass die Leute ihre Stöcke spazieren führen. Das ist aber ganz und gar nicht der Sinn des Nordic Walkings.” Die typischen Merkmale wie ein großer Schritt oder der schräggestellte Stock mit kräftigem Armeinsatz sind leider nur selten zu sehen. Meist wird ein viel zu schwerer Stock einfach nur durch die Gegend geschwungen.

Das A und O: Die richtige Technik

Und eine falsche Technik birgt oft auch gesundheitliche Gefahren. Um Gelenkproblemen und typischen Verletzungen vorzubeugen, bedarf es aber nicht nur der richtigen Technik, sondern auch der entsprechenden Ausrüstung. Die Stöcke sollten auf jeden Fall spezielle Nordic-Walking-Stöcke sein, Schlaufen haben und einen hohen Carbon-Anteil aufweisen. Denn Carbon ist ein leichtes Material und die Schlaufen ermöglichen ein ständiges Greifen und Loslassen der Stöcke. Auch sollte das Schuhwerk passen. Eine Laufanalyse im Vorfeld des Schuhkaufs ist deshalb zu empfehlen, denn die Schuhe sollten dem jeweiligen Laufstil angepasst sein.

Ohnehin rät Kristina Isabel Doll zu einem Arztbesuch oder Gesundheitscheck im qualifizierten Fitnessstudio, bevor man sich überhaupt dem Thema Nordic Walking widmet. “Wenn jemand mit einem Ausdauersport beginnt, dann sollte er zuvor einen Experten befragen. Das gilt für jede Sportart.” Stimmen dann die physischen und orthopädischen Voraussetzungen und passen Ausrüstung und Technik, steht einem gesunden und effektiven Ganzkörper-Training nichts mehr im Weg.

Immer mit der Ruhe

Die Fitnessökonomin empfiehlt zudem das “Laufen ohne Schnaufen“, das sich durch ein Kontrollieren der Puls- oder Herzfrequenz auszeichnet: “Wer seine Fitness und Gesundheit verbessern will, sollte es unbedingt ruhig angehen lassen. Das richtige Tempo ist eine wesentliche Voraussetzung für ein effektives Ausdauertraining.”

Als Alternative zum Nordic Walking empfiehlt sich oft auch das ursprüngliche Walking. Die normale Walking-Grundtechnik ähnelt sehr der des Nordic Walking: Aufsetzen mit der Ferse, Abrollen über die ganze Fußsohle bis zu den Zehen und ein kräftiger Armeinsatz. Die fehlenden Stöcke erleichtern beim “einfachen” Walking anfangs die korrekte Ausführung der Technik. Beim Nordic Walking scheitern nämlich viele an der richtigen Koordination. Wenn sie sich auf ihre Füße konzentrieren, vernachlässigen sie die Arme und den richtigen Stockeinsatz. Gilt die Konzentration den Armen, hapert es an der Fuß- und Schritt-Technik. Richtig ausgeführt – mit Trainer und in einer Gruppe – wird Walking zu einer effektiven und unterhaltsamen Trainingseinheit.

Übrigens: Im Fitnessstudio la vida SPORTS im monte mare Andernach walken Anfänger, Fortgeschrittene einmal wöchentlich gemeinsam mit einem ausgebildeten Trainer. Ausprobieren lohnt sich!

Tipps für ein effektives Nordic Walking

  • Gesundheitscheck im Vorfeld (gilt für alle Ausdauersportarten)
  • Anlernen und Kontrolle durch einen ausgebildeten Trainer
  • Trainieren in der Gruppe: Macht Spaß und man kann die Technik gegenseitig kontrollieren
  • Passende Ausrüstung wie Stöcke und Schuhe

Kommentare


Hinterlasse eine Antwort


− vier = 3

Ich akzeptiere die monte mare Blog Nutzungsbedingungen.
Bitte akzeptieren Sie die Nutzungsbedingungen

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *.

Ähnliche Beiträge, die Sie vielleicht interessieren


zurück zur Übersicht