| Gesund und schön |

Frühjahrsputz für Körper und Geist

Mit Riesenschritten nähern sich Frühling und Sommer. Der Schnee ist von allein geschmolzen, ganz im Gegensatz zu den Pfunden auf unseren Hüften. „Sixpack im Speckmantel“ nennen manche Männer ihre Fettpolster liebevoll. Frauen tun sich zuweilen schwerer und erstarren vor Schreck beim Blick in den Spiegel. Das Fett muss weg!

Traditionell hat das Abnehmen im Frühjahr Hauptsaison. Zum einen will man bis zum Sommer die alte Form wiedererlangen, zum anderen ist der Jahresbeginn auch in der Natur die Zeit der Erneuerung. Alle Weltreligionen kennen das Fasten als Mittel der inneren und äußeren Reinigung durch Verzicht, im Christentum ist es jene Zeit zwischen Karneval und Ostern. Fasten aus rein gesundheitlichem Aspekt ohne religiösen Hintergrund bezeichnet man als Heilfasten. Das Ergebnis ist letztlich das gleiche: geistige und körperliche „Entrümpelung“ mit dem positiven Effekt, auch ein paar Kilos zu verlieren.

Mut zur Veränderung
Natürlich gibt es viele Wege zu einer besseren Figur. Aber am Anfang steht dabei stets die Bereitschaft, alte Lebensweisen zu überdenken und zu ändern. Auf welche Essgewohnheiten bin ich bereit zu verzichten? Kann ich meinen Partner oder die Familie in meine Speisepläne einbeziehen oder stelle ich meine Nahrungszufuhr um, ohne den anderen auf die Nerven zu fallen? Oberstes Gebot dabei sollten stets das eigene Wohlbefinden und die Gesundheit sein. Wer langfristig die gute Laune einbüßt, verliert die Lust, an sich zu arbeiten und fällt schnell in alte Muster zurück. Mit ein paar Tricks kann man sich jedoch überlisten, wenn die Stimmung kippt. Sprecht mit Euch selbst: „Ich bin gelöst und heiter, Glück ist mein Begleiter.“ Eine Weisheit, die wohl niemand laut aufsagen kann, ohne dass dabei das Gute-Laune-Barometer steigt.

Wichtig ist, den individuellen Weg zu einem gesünderen Leben zu finden, der dauerhaft begehbar ist. Eine übermäßige Einschränkung funktioniert höchstens am Anfang, wenn sie jenen Ersterfolg auf der Waage herbeiführt, der zum Weitermachen motiviert.

Ihr seht plötzlich nur noch Leute, die genüsslich eine saftige Currywurst oder eine köstliche Sahneschnitte vertilgen? Selektive Wahrnehmung nennt man es, wenn einem plötzlich nur noch die Dinge auffallen, die man eigentlich gar nicht sehen will. „Nichts verlässt diese Welt. Ich esse es nur gerade jetzt nicht und gönne mir meine Leibspeise zu einem späteren Zeitpunkt“ ist in solchen Momenten ein hilfreiches Mantra.

Bewusster Genuss ist Trumpf
Lernt, Euer Essen zu genießen. Wer qualitativ hochwertige Lebensmittel einkauft, isst diese bewusster und langsamer. Reduziert vor allem die Zufuhr an Kohlehydraten, also jenen Nährstoffen, die im Körper zu Zucker umgebaut werden. Zucker wird den Körperzellen durch eine vermehrte Ausschüttung von Insulin umgehend als Energielieferant zur Verfügung gestellt. Was nicht gleich benötigt wird, speichert der Körper in den Fettdepots auf Bauch und Hüfte. Da die Körperzellen den Zucker sehr schnell aufsaugen, sinkt der Zuckerpegel im Blut. Das Gehirn fordert Nachschub und signalisiert Heißhunger auf Süßes. Reduziert also den Schokoladenkonsum und verzichtet vor allem auf Weizenmehlprodukte wie Nudeln, Weißbrot und Brötchen. Esst stattdessen lieber kleine Mengen jener Kohlehydrate, die dem Körper den Zucker langsam zur Verfügung stellen wie Vollkorngetreide, Kartoffeln oder Linsen. Hauptbestandteil des neuen Menüplans sollten viele abwechslungsreiche und eiweißreiche Gemüsesorten wie grüne Bohnen oder Rosenkohl sein. Dazu gibt es Fisch, Hühnchen und Pute, außerdem reichlich Rohkost oder Salate. Aber nur wenig rotes Fleisch wie Rind, Schwein oder Ente.

Nutzt die Kraft der Gewürze, um den Stoffwechsel auf Touren bringen: Zimt, Curry, Chilli und Ingwer können das. Sie regen Durchblutung und Verdauung an, was für Euer Wohlbefinden unerlässlich ist und Euch gleichzeitig beim Abnehmen unterstützt.

Bewegung heißt das Zauberwort
Und nun die schlechte Nachricht: Ohne Bewegung geht es nicht. Wer dauerhaft ein paar Pfunde loswerden möchte, muss ein wenig sportlich werden. Die Formel ist simpel. Der Körper muss mehr Energie verbrauchen, als er erhält. Dann nimmt man ab. Das bedeutet zumindest am Anfang, dass man die Kalorienzufuhr einschränkt und dafür den Verbrauch durch Sport erhöht. „Zwischen mir und der Bewegung liegt nichts weiter als der erste Schritt.“ Der zweite folgt von ganz alleine. Dabei ist es gar nicht nötig, Hochleistungssport zu betreiben. Eine Stunde Nordic Walking, Radfahren oder eine halbe Stunde Schwimmen – am besten drei bis viermal die Woche, im Idealfall so oft es geht. Klingt kompliziert? Ist es nicht. Zieht die Jacke an, bequeme Schuhe und los geht’s. Ihr braucht ja nicht zu joggen. Geht zügig, benutzt Sie Nordic-Walking-Stöcke für den richtigen Rhythmus. Der Stoffwechsel soll in Schwung kommen, der Puls erhöht, die Durchblutung gesteigert und die Drüsentätigkeit aktiviert werden. Wenn Ihr in der Stadt wohnt, geht durch die Straßen und hebt Euch sich den Gang durch die Natur für die Wochenenden auf. Die gute Nachricht ist, dass man sich einfach besser fühlt, wenn man den inneren Schweinehund niedergerungen hat. Denn eine weitere Weisheit besagt: „Glück ist ein Überwindungslohn.“

Das einzige Geheimnis ist scheinbar, die veränderte Ernährung und das notwendige Plus an Bewegung so im Alltag zu festigen, dass sie keinen Freiheitsverlust, sondern eine Bereicherung der Lebensqualität bedeuten.

Und jetzt: Einfach anfangen, vielleicht mit einem Verwöhntag in der Sauna. Viel Erfolg. Und übrigens: „Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“ Das gilt für die Füße genauso, wie für den Kopf …

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