| Essen und Trinken |

Frühstücken in Andernach

Ich hatte einen Bericht über das Monte-Mare in Rengsdorf geschrieben und bin gefragt worden, ob ich nicht auch einen Bericht über das Monte-Mare Andernach schreiben möchte. Warum nicht, dachte ich mir, so konnte ich dieses endlich mal kennenlernen. Es wurde erst vor kurzen eröffnet. Ich ließ mich überraschen und traf mich mit einer Freundin zum Frühstück im Monte-Mare Andernach. Ein Bericht von Marc Weichert

Das Check-in verlief problemlos und wir gingen in den Saunabereich. In diesem Monte-Mare ist auch ein Fitness-Center integriert. Wir beschlossen, uns als allererstes einen Überblick über die Anlage zu verschaffen und ich musste feststellen, das man den Unterschied zu Rengsdorf doch sieht, dieses Monte-Mare ist deutlich moderner eingerichtet und das Ambiente wirkt “stylisch”, was allerdings dem positiven Gesamteindruck keinen Abbruch tun, man sieht eben den “Altersunterschied”.

Der erste Aufguss war für 10 Uhr angesetzt, so hatten wir genug Zeit das Frühstücksbuffet zu probieren. Bei der Auswahl gab es von allem etwas: Müsli, Marmelade, Wurst, Früchte …. Es war für jeden etwas dabei. Das eine oder andere wurde durch die Bedienung nachgelegt, da es schon vergriffen war. Wir wurden höflich nach Kaffee und Rührei gefragt, das uns während des Frühstücks am Platz serviert wurde.

Was mir zu diesem Zeitpunkt bereits aufgefallen war, dass hier Uhren fehlten. Es geht nicht darum einem Zeitdruck zu unterliegen, nur möchte man ab und zu wissen wie weit es noch bis zum nächsten Aufguss ist.

Nun stand der erste Aufguss in der Ceremonien-Sauna auf dem Programm. Christina bereite diesen Aufguss in einer sehr ruhigen Art zu. Der Aufguss “Atem frei” war mit Mentholkristallen und befreite die Atemwege. Ein leichtes brennen in den Augen ist dem einen oder anderem vielleicht unangenehm, kann aber einfach durch schließen der Augen verhindert werden. Irgendwie spürt man dadurch den Aufguss auch ein kleines bisschen intensiver.

Es gibt hier zwar auch einen klassischen Ruheraum, aber auch sonst gibt es in den unterschiedlichen Bereichen immer wieder Liegen und kleinen Nischen. Wir lagen oben auf der Empore als uns der Duft für den nächsten Aufguss in die Nase stieg. Es wurde gerade Pfefferminze abgekocht für einen “natur pur”-Aufguss. Auch dieser Aufguss wurde von Christina durchgeführt. Drei sanfte Runden intensivsten Aromas. Bei solchen Aufgüssen wird die Nase frei. Im Anschluss an den Aufguss gab es für jeden noch ein Gläschen Tee, Pfefferminztee. Aufgrund des schönen Wetters verlegten wir unseren Ruhebereich von der Empore in den schön angelegten Saunagarten. Der Saunagarten bot unterschiedliche Bereich, die jeder für sich eine geschlossene Einheit bildeten. Wir wählten “einen Platz an der Sonne”.

Als Mittagsaufguss erwartete uns in der Geysire-Sauna eine Salzpeeling. In Ermangelung einer Salzgrotte, wurde der Salzaufguss hier als normaler Aufguss mit Salzeinreibung durchgeführt. Saunameister Jörg machte zwei Runden Pfirsich-Maracuja. Aufgrund der Grösse der Sauna wurde hier nicht mehr mit einem Handtuch gewedelt, sondern mit einem riesigen Palmenblatt gefächert. Nach der zweiten Runde wurde ausserhalb der Sauna für jeden entweder normales Salz, oder Kiwi-Eis Salz zur Einreibung gereicht. Nachdem sich eine Kruste auf dem Körper gebildet hatte, ging es in der Sauna noch einmal mit zwei Runden Aufguss weiter, dieses Mal mit den Duft Sizilia. In der letzten Runde kam dann der für Andernach typische Geysire dazu, der wie eine Fontäne – oder eben wie ein Geysire – aus dem Boden schoss. Dadurch wurde die Luftfeuchtigkeit nochmals erhöht und das restliche Salz “verschwitzte” auf dem Körper. Das kühlende abduschen nach dem Aufguss war eine Wohltat, wobei sich  das nächste Manko für Andernach herausstelle, es fehlt ein Außenbecken. Zwar kann man bei dem Becken im inneren viele Türen öffnen, doch ist das Gefühl ein anderes als unter freiem Himmel.

Den nächsten Aufguss zur vollen Stunde ließ ich ausfallen um dann als nächstes den Honigaufguss zu genießen. Zehn Minuten vorher ging ich ins andalusische Dampfbad um festzustellen das dieses ganze sechs Sitzplätze hat. Doch reichlich wenig dafür das hier regelmäßig Aufgüsse stattfinden. Die hohe Luftfeuchtigkeit lässt die haut sehr schnell schwitzen, bzw. nass werden. Pünktlich um halb brachte Jörg den Honig zum einreiben. Noch ein wenig nachschwatzen damit der Honig auch gut einzieht. Nach dem kurzen abduschen wieder raus in die Sonne um dann zur vollen Stunde den Wenik-Aufguss anzugehen, so war der Plan. Langsam entwickelt sich “Wellness-Stress”.

Auch hier begann der run auf die Sauna deutlich vor Beginn und man musste sich beeilen damit man noch einen Platz bekam. Die Feuersauna ist zur Hälfte in die Erde eingelassen und in der Mitte lodern die Flammen im Kamin. Der typische Wenikgeruch verbreitete sich bereits als Stefan mit den Eimern den Raum betrat. Die Saunaöfen waren links und rechts neben dem Kamin und er hatte für jede Seite einen Eimer. Das wedeln mit den Birkenzweigen erzeugt eine extreme Hitze. Der Wenik gilt als einer der heissesten Aufgüsse die es so gibt, aber er ist immer wieder gut. Nur frage ich mich manchmal warum in der dritten Runde das Gejammer immer größer wird, muss wohl am brennen auf der Haut liegen….. naja …. Ich habe ja mitgejammert und mich nicht wie andere komplett in Handtücher gehüllt.
Trotz allem jammern und gezeter ist der Wenik einer der besten Aufgüsse.

Zur nächsten vollen Stunde war wieder die Geysire-Sauna angesagt. Noch einmal “Natur pur” mit Stefan. Dieses mal wurde Kamille frisch aufgekocht und in drei Durchgängen serviert. Auch hier war in der letzten Runde wieder der Geysire mit von der Partie.

In der Zwischenzeit waren durch Zufall noch zwei Bekannte von mir erschienen, sodass wir inzwischen zu viert waren und die Aufgüsse gemeinsam genossen. Nach dem letzten Aufguss beschlossen wir etwas zu essen und setzten uns an einen Tisch im Außenbereich der Gastronomie und bestellten etwas zu trinken, erstmal, da es in Andernach anscheinend keine mobilen Bestellgeräte gibt, ging die Bedienung im Wechsel mit den Armbändern an die Kasse zum einbuchen. Nachdem die Getränke geliefert wurden, gaben wir unsere Bestellung für das Essen auf. Auch hier das gleiche Verfahren der Schlüssel wie bei den Getränken. Die Schlüssel bekamen wir zwischenzeitlich auch wieder zurück, allerdings ohne einen Beleg was nun auf die Chips gebongt wurde.

Viermal Fitness Salat mit unterschiedlichen Dressings. das Essen war wunderbar, nur fiel uns während des Verzehrs auf, dass die auf der Karte erwähnten Pinienkerne fehlten, dieses wurde von der Bedienung sofort entschuldigt, und das bedauern des Küchenchefs wurde uns ebenfalls überbracht. Uns wurden allerdings im selben Atemzug die Getränke nach dem Essen gratis auf Kosten des Hauses serviert.

Bei ungünstigen Winden stört es ein bisschen, das direkt neben dem Außenbereich, hinter der großen Holztür die Müllpresse steht und die Gerüche rüberziehen.

Eine kleine Verdauungspause sei jedem gegönnt und so war noch ein bisschen Zeit zum nächsten Aufguss. Es standen zur Auswahl ein Doppel-Wenik in der Feuersauna und ein “atemfrei” in der Ceremonien-Sauna. Unser Liegeplatz auf der Wiese war direkt am Eingangsbereich zur Feuersauna, so konnten wir direkt den Ansturm auf den Doppel-Wenik beobachten und 10 Minuten vor dem Aufguss war die Sauna so voll, das es keine Plätze mehr gab, so fiel mir die Entscheidung leicht und ich ging in die Ceremonien-Sauna zum Aufguss. Eine Mischung aus Menthol mit Extrakten aus Latschenkiefer und Fichte. Dieser befreiende Duft ging durch alle Poren. Ich war aufgrund der Hitze kurz am überlegen ob ich nicht doch im Wenig war, aber es fehlte definitiv der Birkengeruch. Der Aufguss war ein voller Erfolg und Stefan wurde zum Abschluss applaudiert.

Das anschließende Abduschen war eine Wohltat und ich beschloss zum ersten Mal ins Tauchbecken zu gehen. Es war sehr kühl, aber auch sehr angenehm. Wenn man sich nicht bewegt, ist es im Tauchbecken gut auszuhalten.

Nach der Rückkehr zum Liegebereich wurde ausgiebig relaxed. Es war wieder Zeit für einen Salzaufguss. Da ich bereits einmal Salz hatte am heutigen Tag, setzte ich mich nur zum schwitzen mit in die Sauna. Der Aufguss war Orange mit einer Spur Knoblauch, der Knoblauch war nicht vom vorherigen Aufguss, Es war eine interessante Mischung, aber nicht störend. So schlimm war das mit dem Knoblauch dann doch nicht. Stefan gab sein bestes und der Geysire in der letzten Runde erhöhte die Luftfeuchtigkeit nochmals deutlich.

Zum Abschluss des Tages und als letzten Aufguss begab ich mich noch auf eine Traumreise. In der Panorama-Sauna wurde leise Musik gespielt und man  wurde auf eine spanischen Strand entführt. Es war eine sanfte Wärme bei der man seinen Gedanken freien Lauf lassen und so etwas der Welt entfliehen konnte. Dieser Aufguss war der Abschluss eines im großen und ganzen gelungener Tag im Monte-Mare Andernach. Es war mein erster Besuch hier, allerdings ganz bestimmt nicht mein letzter. Die Dinge die ich hier notiert und beschrieben habe, können überall mal passieren und das sollte nichts am Gesamteindruck der Anlage ändert. Die Anlage ist modern und sehr gepflegt. Ich habe mich sehr wohl gefühlt.

Kommentare

  • 5. November 2012

    Ellen Walter

    ……zu diesem Beitrag fehlt nur noch die musikalische Untermalung von Jean Michel Jarre – dann wäre es perfekt. Hat was. Gut geschrieben und man fühlt sich schon wie im Urlaub beim lesen des Artikels. Empfehlenswert. Wir werden es unseren Gästen empfehlen….nach unserem Test. Viele Grüße,

    Ellen & Peter


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