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Joggen: Eine kleine Auszeit gegen den Stress?

Joggen ist eine der beliebtesten Sportarten in Deutschland – und für viele Menschen die perfekte Gelegenheit, Ausgeglichenheit, Bewegung und Naturerlebnis zu kombinieren. Dabei soll der Volkssport nicht nur gegen Bewegungsmangel, sondern auch gegen Stress äußerst wirksam sein. Forscher warnen jedoch: Das ist er nur bedingt. Denn vor allem ambitionierte Hobbysportler können hier viel falsch machen.
„Den Gedanken davon rennen“ – viele Menschen nehmen diese Redensart wörtlich und nutzen die Laufsportart, um dem Gedankenkarussell in ihrem Kopf entgegen zu wirken und Stress abzubauen. Die simple Sportart hilft dabei nicht nur, aktiv zu bleiben, sondern lässt die Läufer nach dem Training auch entspannter und glücklicher zurück. Was tausende von Menschen täglich praktizieren, ist mittlerweile auch wissenschaftlich erwiesen: Die Symptome von Stress, unter anderem erhöhter Puls, hoher Blutdruck, Muskelverspannungen und ein gestörter Hormonhaushalt, werden beim Laufen tatsächlich abgebaut.

Sport LaufenSelbst kleine Laufeinheiten können lebensverlängernd wirken
Dabei ist laut neuesten Studien sogar weder das Laufpensum noch die Länge des Laufens entscheidend. Bei einer Untersuchung mit 55.000 Erwachsenen fanden US-amerikanische Forscher heraus, dass Joggen das Leben im Schnitt um drei Jahre verlängert – unabhängig von dem Pensum der Läufer. Neben dem stressabbauenden Effekt ist hierfür vor allem die Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems verantwortlich. Zudem ist bewiesen, dass Joggen einen positiven Effekt auf Krankheiten wie Migräne, Burn-Out und Depressionen hat.
Joggen ist so gut für Körper und Seele, weil es den Stress an der Wurzel packt: Denn Stress, also ein erhöhter Druck im Leben, löst in uns Menschen immer noch einen „Kämpfen oder Fliehen“-Mechanismus aus. Dass der meiste Stress heutzutage psychisch ist und im Sitzen gelöst werden kann, hat der Körper dabei immer noch nicht verstanden. Umso wichtiger ist die Bewegung, um die körperliche Reaktion auf den Stress aus dem Organismus zu laufen.

Anfängerfehler beim Laufen vermeiden
Allerdings kann die Sportart unter Umständen auch kontraproduktiv auf den Stressabbau wirken. Vor allem Anfänger machen dabei den Fehler, die neue Sportart ehrgeizig angehen zu wollen. Das vermehrt nicht nur den Leistungsdruck im Leben, sondern führt auch dazu, dass die Achtsamkeit auf den Körper eingeschränkt wird und man seine körperlichen Grenzen nicht achtet, sondern durch das ambitionierte Joggen zu übergehen lernt. Dementsprechend sollten Laufanfänger, wenn sie Joggen als stressreduzierende Maßnahme beginnen wollen, verschiedene Regeln beherzigen.
Zunächst sollte das Lauftraining sehr langsam und behutsam begonnen werden. Wer dazu neigt, sich selbst zu übergehen, sollte seinen optimalen Laufpuls ausrechnen und zunächst mit Pulsuhr joggen, um sicher zu stellen, dass er sich anfangs nicht überfordert. Außerdem sollten auch Anfänger und Langsamläufer von Anfang an darauf achten, passende Laufbekleidung und Laufschuhe besitzen, um ihre Gelenke und ihren Rücken nicht zu schädigen.

Besonders gestresste Menschen können dem Joggen eine weitere, entspannende Aktivität hinzu ziehen, um die entstressende Wirkung des Laufens komplett auskosten zu können. Sportler und Ärzte empfehlen neuerdings die Kombination aus Jogging und Yoga. So soll die Atmungstechnik des Yoga den Sportlern zugutekommen;  und durch das Yoga wird die Achtsamkeit auf den Körper geschult und die Läufer lernen, ihre Grenzen sensibler wahrzunehmen. Eine nur 15-minütige Yogaeinheit nach dem Joggen soll nicht nur mehr Entspannung, sondern auch mehr Trainingseffekt bieten als eine weitere Laufeinheit pro Woche.

Kommentare

  • 26. Februar 2019

    Roman Hanner

    Hallo,

    ich bin Lehrer und Anfänger im Laufen. Dass man sich zu Beginn zu viel vornimmt ist sehr gut möglich. Selbst habe ich die gleiche Erfahrung gemacht. Jetzt gehe ich zwar mehr als ich laufe, aber ich fühle mich auf jeden Fall fitter.

    Viele Grüße

    Roman

  • 6. Juli 2016

    Patricia

    Hallo,

    ich bin alleinerziehend, und habe einen Vollzeitjob. Da kommt es am Tage schon einmal zu stressigen Situationen. Seit ich laufe geht es mir besser, und ich bin wesnetlich ausgeglichener.

    Anfänglich bin ich mit normalen Turnschuhen und einer normalen Jogginghose gelaufen. Allerdings habe ich mir nun die Adidas Adupure Adapt, welche eine sehr gute Bewertung erhalten haben, gekauft. Auch spezielle Sportbekleidung habe ich mir gekauft. Gerade im Winter kommt man da wohl nicht drum herum.

    Aktuell laufe ich 4 Mal die Woche je 12,5 km. Das reicht mir auch.

    LG

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