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Der gesunde Schlaf: Hilfe bei Schlafstörungen

Nicht selten hören wir nicht auf unsere innere Uhr, die uns längst ans Bettgehen erinnert. Vielmehr hängen wir dem viel zu schnell vergangenen Tag noch ein paar Stunden an. Machen diese paar Stunden weniger schlafen wirklich einen Unterschied? Langfristig betrachtet, ja!

Der Mensch verbringt etwa ein Drittel seines Lebens im Schlaf. Für Körper, Seele und Geist eine unersetzliche Erholungszeit: Wenn wir ausgeschlafen sind, sind wir leistungsfähig. Umgekehrt kann Schlafmangel dauerhaft zu gesundheitlichen, psychischen und sozialen Problemen führen. Entsprechend wichtig ist das Bewusstsein um unsere Schlafgewohnheiten und die aktive Pflege eines gesunden Schlafes.

Frühaufsteher oder Nachtmensch

Pauschalurteile wie „der Mensch braucht neun Stunden Schlaf“ sind genauso wenig aussagekräftig wie „der Schlaf vor Mitternacht ist der gesündeste“. Die ideale Schlafdauer ist von Mensch zu Mensch verschieden. Unser individueller Biorhythmus macht uns zu Langschläfer, Frühaufsteher, Tag- oder Nachtmensch. So gibt es Menschen, die schlichtweg weniger Schlaf brauchen als andere, um leistungsfähig und ausgeschlafen zu sein. Das optimale Schlafmaß ist dann ausgeschöpft, wenn man tagsüber konzentriert seinen Tätigkeiten nachgehen kann ohne müde oder schläfrig zu werden. Verstellt sich unsere „innere Uhr“ durch unregelmäßigen oder zu wenig Schlaf, dann reagiert unser Körper mit Schlafstörungen.

Gewiss spielt für die optimale Schlafdauer auch das Alter eine Rolle. Neugeborene schlafen etwa 16 Stunden pro Tag, während Erwachsene im Durchschnitt acht Stunden schlafen. Im Alter nimmt die durchschnittliche Schlafdauer auf bis unter sechs Stunden ab.

Der ungesunde Schlaf

Jeder vierte Deutsche hat Probleme mit dem Schlaf, wobei nicht nur ältere Menschen, sondern zunehmend auch jüngere betroffen sind. Bei Jugendlichen und Erwachsenen sind die häufigsten Auslöser von Schlafstörungen Dauerstress, Druck am Arbeitsplatz oder unzureichende Konfliktverarbeitung im Privatleben. In solchen Situationen ist es hilfreich, Konflikte anzusprechen und aktiv in Angriff zu nehmen, um die Kontrolle über das eigene Leben zurückzugewinnen.

Auch unser Lebensstil spiegelt sich im Schlaf: Ausreichend Bewegung, gesunde Ernährung und ein ausgewogenes Verhältnis von Arbeit und Freizeit wirken sich positiv auf unser Schlafverhalten aus. Umgekehrt führt Inaktivität während des Tages zu mangelnder körperlicher und geistiger Müdigkeit und damit zu Schlafproblemen.

Die Qualität des Schlafes kann aber auch durch äußerlich bedingte Faktoren wie Lärm, Licht oder ungenügendem Schlafkomfort gemindert werden. Oft spielen verschiedene Faktoren zusammen, was eine Analyse des Schlafproblems erschweren kann.

Echte Schlafstörung oder Phase

Wer nur gelegentlich schlecht schläft, muss sich keine Sorgen machen. Unser Alltag verläuft nicht immer gleich entspannt und kann unsere Nachtruhe von Zeit zu Zeit negativ beeinflussen. Solange man sich am Tag gut erholt und leistungsfähig fühlt, gibt es keinen Grund zur Sorge. Sind Schlafprobleme von kurzfristiger Art, so bilden sie sich in der Regel genauso rasch zurück wie sie entstehen. Nämlich sofort dann, wenn die Einflussfaktoren wie Druck, Stress oder persönliche Konflikte nachlassen.

Von eigentlichen Schlafstörungen spricht man dann, wenn man über mehrere Monate oder sogar Jahre hinweg mehrmals pro Woche schlecht schläft und infolgedessen untertags an Übermüdung leidet. In diesem Fall empfiehlt es sich unbedingt, das Problem aktiv anzugehen und einen Arzt zu konsultieren.

Wege zum gesunden Schlaf

In unserer Zeit, in der wir im Privaten wie im Beruflichen stets aktiv, mobil und flexibel sein sollen, wird Körper und Geist einiges abverlangt. Erholung und Schlaf kommen nicht selten zu kurz. Umso wichtiger ist es, gezielt und bewusst auf den eigenen Körper zu hören und auf ausreichende Ruhephasen zu achten.

Auch wer nur an leichten Schlafproblemen leidet, sollte aktiv dagegen vorgehen und die für ihn passende Methode zur Milderung von Schlafproblemen finden. Zeigt eine Methode keinen Erfolg, kann eine andere den gewünschten Effekt erzielen.

Tipps für den gesunden Schlaf

Die Einhaltung weniger Regeln verhilft den meisten Menschen zu einem besseren und erholsameren Schlaf.

•    Pflege des individuellen Biorhythmus
Geht immer zur etwa gleichen Zeit schlafen und steht zur etwa gleichen Zeit auf. Geht erst schlafen, wenn Ihr Euch müde fühlt. Falls Ihr untertags ein Nickerchen haltet, schlaft nur kurz (weniger als eine Stunde) und am frühen Nachmittag. Haltet Eure optimale Schlafdauer ein.

•    Schlaflosigkeit
Wenn Ihr nicht einschlafen könnt oder nachts wach liegt, steht auf und lenkt Euch ab. Geht erst dann zurück ins Bett, wenn Ihr Euch richtig müde fühlt. Schaut nicht auf die Uhr.

•    Schlafumgebung
Das Schlafzimmer sollte schön gestaltet, kühl und frisch gelüftet sein. Vermeidet es im Bett zu essen, zu lesen und vor allem zu arbeiten. Das Schlafzimmer muss eine Oase der Ruhe darstellen.

•    Hausmittelchen
Trinkt vor dem Schlafengehen ein Glas heiße Milch mit Honig oder einen Kräutertee: Besonders beruhigend und schlaffördernd sind Baldrian, Hopfen, Melisse und Passionsblume. Auch ein paar Tropfen Lavendelöl auf dem Kopfkissen sorgen für ein wohliges Einschlafen.

•    Ernährung
Geht nicht mit leerem Bauch ins Bett, aber nehmt auch abends keine fetten, schwerverdaulichen oder scharfen Speisen zu Euch. Vier bis sechs Stunden vor dem Schlafengehen sollte außerdem auf koffeinhaltige Getränke und Alkohol verzichtet werden. Raucht nicht kurz vor dem Schlafengehen.

•    Der Tag bestimmt die Nacht
Tankt tagsüber Tageslicht und sorgt durch Sport, Bewegung und Entspannungs- und Ruhepausen für Ausgleich zum Alltagsstress. Sorgen und Probleme sollten strikt aus dem Schlafzimmer verbannt werden. Auch Entspannungsübungen wie autogenes Training oder Meditation können bei psychischer Belastung Abhilfe schaffen.

•   Regelmäßige Auszeit gönnen
Körper und Seele brauchen einfach ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Stress- und Ruhephasen. Nur wer sich selbst regelmäßig eine Auszeit gönnt, kann auf Dauer gesund und glücklich leben. Saunieren hat eine tiefenentspannende Wirkung auf den Körper, negative Gedanken verschwinden und seelische Anspannungen lösen sich. Ein regelmäßiger Wellnesstag bei monte mare kann somit für inneres Gleichgewicht sorgen und einen gesunden Schlaf fördern.

 

Kommentare

  • 3. Juli 2019

    Hypnose Berlin - Isabella Buschinger

    Ich arbeite in meiner Hypnose Praxis täglich mit dem was manche Menschen als dazwischen bezeichnen: Mit Trance, dem Zustand in Hypnose. Der sozusagen ein schlafähnlicher Zustand ist. Zwar nicht Schlaf und doch entstehen in Hypnose innere Bilder, die an Träumen erinnern! Vielen Dank für diesen Beitrag und viele Grüße aus Berlin! Isabella Buschinger

  • 30. Januar 2018

    Frank

    Hallo zusammen, ich kann den Beitrag von Flo nur unterstützen. Über einen Bekannten von der Sporthochschule Köln bin ich auf das AIVI Soundkissen aufmerksam geworden. Mit der patentierten Infrasonics Technologie optimiert es die Schlafphase und das mit meiner Lieblingsmusik, die ich via App auf die Soundleiste des Kissen spielen kann.

  • 30. Oktober 2017

    Simone Wessel

    Tolle Tipps, einige davon kannte ich bereits, andere nicht! Zum Punkt Hausmittel: Ich bin vor einigen Monaten auf das Produkt sleep.ink gestoßen und kann es nur weiterempfehlen. Bereits einige aus meinem Freundeskreis haben es auch schon verwendet und sind begeistert. Für alle die wirklich mal wieder gut schlafen wollen auf jeden Fall einen Versuch wert!

  • 27. September 2017

    One Fits All Matratzen

    Was ich noch total wichtig finde für einen gesunden Schlaf ist neben der richtigen Matratzen auch die Frage, ob man irgendwelche Krankheiten, zum Beispiel Allergien oder einen Schlafapnoe hat – hier lauern viele Gründe für einen ungesunden Schlaf!

  • 11. August 2017

    Flo

    Danke für die gute Zusammenfassung. Bei mir ist der Schlafrhythmus durch das Baby durcheinander gekommen. Seit ein paar Wochen teste ich ein neues Schlafkissen – AIVI. Damit komme ich sehr gut zurecht. Vielleicht für den ein oder anderen eine Idee… :-)

  • 11. April 2017

    Schlafapnoe

    Danke für diese Schlafhygiene Tipps. Viele Schlafstörungen sind eben Hausgemacht und mit ein paar Tipps kriegt man viele in den Griff.

  • 23. März 2017

    B.Stafflinger

    Hallo zusammen,
    bin erst eben auf den Artikel hier gestoßen. Danke für die vielen interessanten Infos.
    Von Ein- und Durchschlafstörungen kann ich euch ein Liedchen singen.
    Ich arbeite den ganzen Tag und hab da schon fast durchgehend Dauerstress. Bin froh, wenn ich mich mal abends in die Wanne legen kann und einfach mal abschalten kann. So doof es sich vielleicht jetzt anhört: Ich hab mir sogar eine Tageslichtlampe gekauft, um meinem Biorhythmus (meiner inneren Uhr) etwas gutes zu tun.
    Ich hab schon das Gefühl, dass es was bewirkt hat. Ist auf jeden Fall gesünder, als sich abends mit irgendwelchen Tabletten vollzupumpen.
    Liebe Grüße
    Benny

  • 23. Februar 2017

    Amine Zitoun

    Hallo,

    Hallo Nicole,
    es tut gut zu hören bzw. zu lesen, dass man Leidensgenossen hat, denen es ähnlich ergeht!
    Danke für deinen Blogbeitrag. Ich hab meine Schlafstörung mithilfe eines hypnotherapeuten behoben. In Berlin konnte mir http://www.hypnotherapie-nikolaiviertel.de helfen. Ich würde auch mal jeden empfehlen einen Therapeuten aufzusuchen. Ich hab 5 Sitzungen gebraucht um einigermaßen wieder schlafen zu können.

    Lg

    Amin

  • 11. Januar 2017

    paulbaar

    Schlafstörungen können auch ganz oberflächliche Gründe, wie z.B. die falsche Matratze, haben. Ich empfehle sich in einen Matratzenfachgeschäft beraten zu lassen, um die perfekte Gesundheitsmatratze zu finden.

  • 29. Dezember 2016

    James

    Die App hilft irgendwie ganz gut beim Runterkommen vorm Einschlafen.

  • 29. Dezember 2016

    James

    Sehr interessanter Artikel für ein sehr wichtiges Thema: der Schlaf!

  • 20. Dezember 2016

    James

    Daher sollte jeder für sich, die perfekte Schlafmenge finden.in diesem Artikel wurden viele Faktoren sehr gut erläutert.

  • 20. September 2016

    Sandra Grau

    Ich persönlich bin eher der Nachtmensch. Ich gehe meist nicht vor 2 Uhr schlafen und stehe dann aber auch erst gegen 9 auf. Seit dem ich von diesem Zugzwang weg bin, zur gleichen Zeit auf der Arbeit zu sein wie alle anderen, geht es mir damit deutlich besser. Zum Glück habe ich durch den Job die Freiheit etwas später zu kommen und länger zu bleiben.

  • 2. September 2016

    Lars Miller

    Sehr interessanter Artikel für ein sehr wichtiges Thema: der Schlaf! Persönlich mache ich immer Sport am Abend (ich gehe zum Fitnessstudio oder ich jogge) und ich finde es sehr wichtig für gut schlafen.

  • 18. August 2016

    Zaza

    Vielen Dank für die guten Tipps bei Schlafstörungen. Mir hat es bisher immer geholfen, wenn ich vor dem Schlafen gehen mich nicht mehr mit irgendwelchen Medien beschäftigt habe. Dann habe das Gefühl gesund zu schlafen.

  • 19. Juni 2016

    Robert

    Schlafen ist total wichtig. Viele Krankheiten entstehen, weil davor zu wenig geschlafen wurde. Dauherhafter Schlafmangel kann das Immunsystem zerstören. Daher sollte jeder für sich, die perfekte Schlafmenge finden.in diesem Artikel wurden viele Faktoren sehr gut erläutert.

  • 9. Mai 2016

    Lucky

    Vor dem zu Bett gehen gut durchlüften und eine warme Milch mit Honig trinken – das hilft mir eigentlich immer besser einzuschlafen.

  • 20. April 2016

    Karsten

    Hallo, wenn man nicht gut schläft, ist das schon ein Riesenproblem. Es zieht sich durch dein ganzes Leben. Manchmal glaubt man garnicht was das alles für Ursachen haben kann. Zum Beispile habe ich letztens auf http://kann-nichtschlafen.org etwas gefunden zu Wasseradern, und ähnlichem. Wußte ich auch nicht das dies Auswirkungen hat. Aber der Herr dort im Video erklärt das ganz gut. LG Karsten

  • 15. April 2015

    Markus Kohler

    Danke für den interessante Artikel. ich finde, dass die meisten Menschen zu wenig schlaf bekommen, was zum größten Teil am Interrnet und am Computer liegen dürfte. Ich sittze zum Beispiel jeden Abend bis spät in der Nacht for dem Computer und gehe immer viel zu spät ins Bett.

  • 18. März 2015

    Ted

    Hallo, für Apple kann ich die App shleep empfehlen. Ich habe es lange mit Meditation versucht, aber das hat nie geklappt weil ich es nie auf die Reihe bekommen habe mich auf meinen Atem zu konzentrieren. Und für Yoga habe ich immer das Gefühl gehabt ich mache zuviel Sport vorm Einschlafen. Die App hilft irgendwie ganz gut beim Runterkommen vorm Einschlafen. lg Ted

  • Pingback: Woolrich Artic Jacket

  • 3. März 2015

    Vitalis

    Vielen Dank für diesen tollen Artikel. Ich kann dem nur zustimmen. Was ich auch empfehlen kann ist Holopathie! Ich habe neulich darüber etwas gelesen und es selber auch im Anschluss ausprobiert gehabt, *selber unter Schlafstörungen gelitten hat*.

  • Pingback: Schlaf gut Murmel » Land der Erfinder - Das Blogzine über Erfindungen, Ideen und Innovationen aus Österreich

  • 25. Oktober 2014

    Torsten Petter

    Zum Thema Ernährung könnte man noch ergänzen, dass die Einahme von Magnesium am Abend Muskeln und Nerven entspannt und man so möglicherweise leichter in den Schlaf finden kann


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