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Baden – aber sicher!

Sommerzeit ist Badezeit. Ob zur Abkühlung oder nur aus Spaß: Baden und Schwimmen ist gerade im Sommer eine beliebte Freizeitbeschäftigung für Jung und Alt. Das heiße Wetter macht aber viele Menschen leichtsinnig. Dabei sind Übermut und Selbstüberschätzung die häufigsten Unfallursachen am und im Wasser, nicht nur bei KIndern und Jugendlichen. Jedes Jahr ertrinken laut DLRG etwa 500 Menschen in Deutschland, die meisten davon in Flüssen und Seen. Damit der Spaß im kühlen Nass kein abruptes Ende findet, sollten die wichtigsten Baderegeln befolgt werden.

snorkelersDer beste Schutz gegen das Ertrinken ist natürlich, gut Schwimmen zu können. Eine Übersicht über Schwimmkurse für Kinder und Erwachsene bei monte mare findet Ihr hier.

Generell gilt aber trotzdem: Nie alleine schwimmen gehen. Bei einem Unfall kann sonst niemand helfen oder Hilfe holen. Insbesondere unbewachte Badestellen bergen ein hohes Risiko. Im Notfall können Rettungsschwimmer dort nicht eingreifen, die Gefahr zu ertrinken ist groß.

Auch geübte Schwimmer können in eine Notsituation geraten, beispielsweise durch einen Muskelkrampf oder starken Sog. Auch Schlingpflanzen im Wasser können leicht zur tödlichen Falle werden, wenn keine Rettungsschwimmer vor Ort sind, die die Badestelle überwachen.

Selbstüberschätzung ist die größte Gefahr beim Baden

Bei den ersten Anzeichen von Ermüdung empfiehlt es sich außerdem, sofort mit der Strömung – nie dagegen – ans Ufer zu schwimmen und sich auszuruhen. Achten Sie auf die Alarmsignale Ihres Körpers!

Wer in ein unbekanntes Gewässer springt, gefährdet sein Leben. Besonders Kopfsprünge führen leicht zu schwersten Verletzungen oder Schlimmerem. Gerade im Uferbereich, an steinigen Küsten oder in trüben Gewässern ist die Tiefe nicht einzuschätzen und Hindernisse können übersehen werden. Deshalb gilt: Vorsichtig ins Wasser gehen. Ein Leben ist mehr wert, als der eleganter Sprung ins kühle Nass.

SommerspaßDie Behörden warnen zudem eindringlich davor, in Flüssen zu baden. Zwar ist das Schwimmen im Strom nicht grundsätzlich verboten, dennoch sind Strömung und Sog der vorbeifahrenden Schiffe sehr gefährlich. Auch wer in seichtem Wasser am Flussufer plantscht, kann durch den Sog eines Schiffes mitgerissen werden. Das ist gerade für kleine Kinder sehr gefährlich.

An Brückenpfeilern, Schleusen oder in Häfen befinden sich außerdem unter Wasser nicht zu unterschätzende Hindernisse. Die Sogwirkung ist dort am stärksten und gleichzeitig am wenigsten vorherzusagen.

Kinder nie unbeaufsichtigt lassen

Eltern sollten stets in unmittelbarer Nähe ihrer Kinder bleiben und sie nicht aus den Augen lassen – auch nicht, wenn die lieben Kleinen mit Schwimmhilfen am Ufer spielen. Auch in sehr niedrigem Wasser können Kinder sich in Gefahr bringen. Eine Unachtsamkeit kann dann dramatische Folgen haben. Luftmatratzen, Schwimmtiere und anderes Wasserspielzeug sind keine Schwimmhilfen. Durch den Auftrieb können Kinder in kurzer Zeit weit abtreiben und in tiefe Gewässer gelangen. Wenn sie dann von ihrem glitschigen Gummigefährt abrutschen, wird es gefährlich.

Happy children in the swimming poolUnterkühlung ist ebenfalls eine unterschätzte Gefahr. Flüsse und sehr tiefe Gewässer wie Baggerseen erwärmen sich nicht so schnell und stark wie flache Seen. Damit es nicht zur Unterkühlung kommt, sollte man sich regelmäßig aufwärmen. Babys und Kleinkinder sind besonders gefährdet, sie verlieren sehr schnell an Körperwärme. Da nasse Badesachen den Körper noch stärker auskühlen lassen, sollten Sie ausreichend Badekleidung zum Wechseln mitbringen und die Kleinen konsequent nach jedem Gang ins Wasser umziehen. Mit diesen Tipps steht dem ungetrübten Badevergnügen nichts im Weg.

Übrigens: Ein Tag am Wasser mit den lieben Kleinen kann ganz schön anstrengend sein. Wie der Familienausflug zum Badesee oder ins Freibad nicht in Stress ausartet, verraten wir hier: 5 Tipps für einen stressfreien Badeausflug.

Bildnachweis:
Marzanna Syncerz – Fotolia
Natallia Vintsik – Fotolia
Sunny studio – Fotolia

Kommentare

  • 24. Januar 2017

    Jens Kettler

    Danke für den Artikel, musste ihn gleich zweimal durchlesen:)
    Grüsse Jens

  • 21. Dezember 2016

    jens

    Super Artikel! Eltern müssen viel mehr nach Ihren Kindern schauen und das nicht “nur” beim Baden!!

    gruß

  • 9. Dezember 2016

    Martina

    Buon Articolo

  • 27. Mai 2016

    Marzel

    gerade wenn die Kinder mit einem Spielzeug z.B einem Wassertrampolin umhertollen sind sie sehr unachtsam und manchmal auch übermütig. Also empfiehlt sich, dass immer eine Begleitperson mit ins Wasser geht.

  • 21. Januar 2016

    mary

    guter Artikel – sollten einige Eltern wirklich lesen!

  • 10. Dezember 2015

    Nico

    Toller Artikel! Bin ebenso der Meinung, dass viele Eltern zu unvorsichtig damit umgehen, habe selber 4 kleinere Geschwister und bin da vielleicht auch zu übervorsichtig, aber bevor mir da einer wegsäuft – nene, dann lieber schauen das alle noch Energie haben und nie alleine schwimmen.
    Trotz Bademeister sollte man immer mindestens ein Auge auf seine Kleinen werfen, damit da nicht passiert. Hoffe dieser Artikel wird oft gelesen – Klasse, weiter so!

    Lg Nico


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