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“Alles außer Wassgeburten”

Peer Schwetzler (46) ist von Anfang an dabei: seit März 2002 leitet er den Betrieb im monte mare Rheinbach. Seit dem ersten Tag ist er Feuer und Flamme für »sein« monte mare. Die Rheinbacher Wellness-Oase ist ein Aushängeschild der Unternehmensgruppe, wurde doch seit der Eröffnung stets in die Weiterentwicklung und den Ausbau investiert.

Interview mit Peer Schwetzler, Betriebsleiter des monte mare in Rheinbach

Peer Schwetzler ist seit März 2002 Betriebsleiter des monte mare in Rheinbach.

Peer Schwetzler ist seit März 2002 Betriebsleiter des monte mare in Rheinbach.

Herr Schwetzler, was verschlägt einen gebürtigen Bremer ins Rheinland?
Ich habe mit dem Generalbetriebsleiter von monte mare, Kai Steuernagel, in Bremen sehr erfolgreich zusammen gearbeitet. Herr Steuernagel hat mich zu monte mare geholt. Nun bin ich seit über zwölf Jahren hier und habe keine Sekunde bereut, damals mit Sack und Pack oder besser gesagt Kind und Kegel ins Rheinland umzuziehen.

Ursprünglich kommen Sie aus der Gastronomie …
So ist es. Ich bin gelernter Koch und habe lange im elterlichen Landgasthof gearbeitet. Nebenbei jobbte ich als Rettungsschwimmer und Saunameister in Bremen. Das war schon damals mein Steckenpferd und machte mir riesigen Spaß. Als sich die Gelegenheit bot, dort als Gastronomieleiter anzufangen, nahm ich das Angebot an und wechselte später zu monte mare.

Sie sind in Rheinbach Mitarbeiter der ersten Stunde …
Richtig, ich habe auch schon alle denkbaren Aufgaben selbst erledigt. Wirklich alle! Dazu gäbe es einige Anekdoten zu erzählen …

Welche?
Besonders in der Anfangsphase fehlte uns manchmal Personal – ich musste also selbst an die Schippe! Eines Nachts machte ich mich daran, den Rutschenturm im Innenbereich zu reinigen. Ich muss dazu sagen, dass ich bekennender Metallica-Fan bin. Damit das Putzen leichter von der Hand geht, habe ich meine Lieblingsmusik aufgelegt und über die Anlage im Bad abgespielt – ich war ja ganz allein. Dachte ich zumindest. Was ich nicht wusste war, dass unsere Musikanlage auch über Außenlautsprecher verfügt. So beschallte ich – ohne es zu bemerken – die ganze Nachbarschaft mitten in der Nacht mit Metallica …

Nein!
Doch! Irgendwann habe ich bemerkt, dass draußen irgendwas vor sich ging. Auf dem Parkplatz war lauter Blaulicht – die Polizei war inzwischen angerückt. Denn das Bad war ja abgeschlossen, in der Telefonanlage lief nachts nur eine Ansage. Ich bekam überhaupt nicht mit, dass zuerst die Nachbarn, dann die Polizei schon längere Zeit versuchten, irgendwie hereinzukommen und mich zu erreichen. Erst jetzt nahm ich Notiz von den Außenlautsprechern …

Die gute Nachbarschaft hat das hoffentlich nicht beschädigt?
Nein, zum Glück nicht! Aber es zeigt auch, dass man als Betriebsleiter nicht nur im stillen Kämmerlein sitzen und vom Büro aus alles lenken kann. Ich bin permanent in der Anlage unterwegs und mitten im Geschehen. Nur so kann ich die Stimmung der Gäste aufnehmen, Positives beibehalten und Verbesserungsfähiges schnell – im Idealfall vor den Gästen – entdecken und beheben.

2008 wurde die Anlage um ein groszügiges WellnessHaus erweitert.

2008 wurde die Anlage um ein groszügiges WellnessHaus erweitert.

Im monte mare Rheinbach stehen die Räder niemals still, es wird laufend in die Anlage investiert.
Richtig, anders geht es auch gar nicht. Mal ganz abgesehen von großen Bauvorhaben wie unserem neuen Saunagarten und dem Wellnesshaus im Jahr 2008 möchten wir den Gästen zwar kontinuierliche Stabilität bieten, aber auch Abwechslung. Das sind zum Beispiel unsere wechselnden Saunaaufgüsse, die Sauna-Nächte, die jedes Mal unter einem anderen Motto stehen und unsere beliebten Brunches und Gourmet-Abende. Unser hohes Niveau dauerhaft zu halten, das ist die Herausforderung.

Knapp 70 Mitarbeiter sorgen für das Wohl der Gäste. Was Familie Schwetzler betrifft, so sind hier gleich drei Generationen unter einem Dach beschäftigt.
Tatsache! Meine Mutter, wohlgemerkt Jahrgang 1942, hilft noch heute einige Stunden pro Woche. Ihr Terrain ist der Service im Saunarestaurant. Mein Vater war lange die gute Seele unserer Saunawelt. Meine Tochter Antonia macht hier ein duales Studium zur Freizeit- und Tourismuskauffrau, mein Sohn Peer Junior eine Berufsausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann. Trotz aller anfänglichen Bedenken funktioniert das in der Praxis sehr gut.

Das monte mare Rheinbach betreibt als einziges monte mare eine Tauchschule. Das zehn Meter tiefe Indoor-Tauchbecken ist einzigartig in Deutschland.
Ja, anfangs war die Tauchschule verpachtet. Seit 2004 betreiben wir sie selbst und sind mittlerweile die größte Ausbildungstauchschule im deutschsprachigen Raum.

Dabei wird das Becken nicht nur für Tauchgänge und Kurse genutzt. Es ist auch als Drehort für Fernsehproduktionen gefragt …
Einige Firmen nutzen unser »Tauchgebiet«. Für das Kreuzfahrtunternehmen AIDA Cruises sind wir das Assessment Center für die Tauchlehrer, Bike-Guides und Golflehrer. Und Sie haben recht, es wurde auch schon einige Male bei uns gedreht, darunter Tauchszenen für die Serie »Alarm für Cobra 11«. Aber auch Otter und der so genannte Portugiesische Wasserhund waren schon für »Wildes Wohnzimmer«, einer Tiersendung, bei uns für Dreharbeiten zu Gast. Bis wir diesen Otter wieder eingefangen hatten …

Was bitte ist ein Portugiesischer Wasserhund?
Das ist eine Hunderasse, die angeblich tauchen kann.

Und kann er?
Also Karriere macht der nicht! Der ist zwar todesmutig ins Wasser gesprungen, aber mit Tauchen hatte das wenig zu tun …

Viele Paare geben sich unter Wasser das Ja-Wort. ©Georg Trommler

Viele Paare geben sich unter Wasser das Ja-Wort. ©Georg Trommler

Mutig sind auch andere. Nicht wenige Brautpaare geben sich im monte mare unter Wasser das Ja-Wort.
Ja, das ist ziemlich beliebt. Tatsächlich haben wir ein sehr breites Angebot für Gäste zwischen null und 100 Jahren. Angefangen mit Wassergymnastik für Schwangere, über Babyschwimmen, Spaß für Kinder und Familien im Erlebnisbad, Aqua Gymnastik bis zum Schwimmen im Sportschwimmbecken und natürlich der ganzen Sauna- und Wellnesswelt. Die Liste ist schier endlos … Eigentlich fehlen nur noch Wassergeburten (lacht).

 

Ein gutes Schlusswort! Vielen Dank für das Gespräch.

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